2017 erfolgreichstes ungerades Jahr der Unternehmensgeschichte

 

Umsatz mehr als sechs Millionen Euro über Plan

 

Hamburg, 31. Januar 2018 – Ein G20-Gipfel auf dem Messegelände, der Zuschlag für den weiteren Betrieb des CCH in den kommenden 25 Jahren, die Einstellung der hanseboot, der Betrieb des vielfach ausgezeichneten Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung EXPO 2017 in Astana/Kasachstan und erfolgreiche Premieren zweier neuer Messen in Hamburg haben 2017 zu einem außergewöhnlich ereignisreichen Jahr gemacht. Dabei wurde die geplante Umsatzsteigerung gegenüber dem Referenzjahr 2015 deutlich übertroffen. Am Ende steht das beste ungerade Geschäftsjahr in der 45-jährigen Geschichte der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC). „Wir hatten ein Umsatzplus von sieben Millionen Euro geplant und haben nahezu das Doppelte erreicht“, erklärt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der HMC-Geschäftsführung. „Das lässt sich gar nicht hoch genug bewerten, wenn man bedenkt, dass uns das CCH – Congress Center Hamburg in diesem Jahr erstmals seit Bestehen des Unternehmens nicht zur Verfügung stand. Das Jahr hat allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Höchstmaß an Flexibilität abgefordert, weil wir häufig wie nie vor völlig neuen Situationen standen. Und damit meine ich ausdrücklich nicht nur den G20-Gipfel, es galt auch mehr als zwei Dutzend originäre CCH-Veranstaltungen in den Messebetrieb zu integrieren. Außerdem ist jede Messepremiere absolutes Neuland – wir hatten gleich zwei davon.“

 

Rückblick – außergewöhnlich wird normal

 

Möglich machten das gute Jahresergebnis vor allem Umsatzsteigerungen von jeweils knapp zehn Prozent bei den Messen und den Services, hochwertige Gastveranstaltungen sowie das EXPO-Engagement und der G20-Gipfel. „In der Vergangenheit haben wir Veranstaltungen wie die letztgenannten als Sonderveranstaltungen betrachtet. Rück- und ausblickend kann ich sagen, dass sie zu einem wichtigen Bestandteil unseres Geschäftes geworden sind. 2016 hatten wir bereits die OSZE-Außenministerkonferenz bei uns zu Gast, in den Jahren davor unter anderem den Deutschen Evangelischen Kirchentag und die Lions Clubs International Convention. In 2019 stehen unter anderem die Rotary International Convention und der Betrieb des Deutschen Pavillons auf der Gartenbau-EXPO 2019 in Peking auf dem Programm“, so Aufderheide.

 

Mit 75,8 Millionen Euro konnte der Umsatz 2017 gegenüber dem Referenzjahr 2015 (62,7 Millionen Euro) um 21 Prozent übertroffen werden. Geplant war ein Umsatzplus von elf Prozent auf 69,5 Millionen Euro. Abzüglich geplanter Baukosten im Bestand von 3,1 Millionen Euro und der hohen Kosten für Immobilienleasing, Abschreibungen und Zinsen beträgt das Jahresergebnis minus 23 Millionen Euro. Das ist 7,1 Millionen Euro besser als geplant. „Wir sind unserem Ziel, in der Summe der starken geraden Jahren und der weniger starken ungeraden Jahre bis 2024/2025 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, einen großen Schritt näher gekommen“, sagt Bernd Aufderheide.

 

Etwas verschoben haben sich 2017 die Kennzahlen für Veranstaltungen und Besucher auf dem Messegelände, da das CCH – Congress Center Hamburg aufgrund der laufenden Revitalisierung geschlossen war. Insgesamt kamen im abgelaufenen Geschäftsjahr 668.974 Teilnehmer und Besucher zu den Veranstaltungen auf dem Messegelände. 622.604 Menschen wurden bei 38 Messen und Veranstaltungen in Hamburg gezählt. Weitere 46.370 Teilnehmer besuchten 25 CCH-Veranstaltungen, die auf dem Messegelände durchgeführt wurden. Mit einer belegten Bruttofläche von 1.078.561 Quadratmetern konnte das Spitzenergebnis aus dem geraden Jahr 2016 übertroffen werden.

 

Zu den herausragenden Messen auf dem Gelände gehörte 2017 einmal mehr die Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien INTERNORGA: Ein umfangreiches Programm und 1.300 Aussteller aus 25 Ländern begeisterten 96.000 Fachbesucher. Der Entscheideranteil unter den Besuchern der auf fünf Tage verkürzten Messe lag bei 80 Prozent. Damit untermauerte die INTERNORGA eindrucksvoll ihre Position als europäische Leitmesse und Trendschmiede.

 

Gelungene Premieren feierten die home² und die HAMBURG MOTOR CLASSICS. Zur Erstveranstaltung der Messe für Immobilien, Bauen und Modernisieren home² kamen im Januar 2017 rund 10.000 angehende Bauherren und Immobilienbesitzer, um sich bei 175 Ausstellern umfassend zu informieren. Im Oktober folgte mit den HAMBURG MOTOR CLASSICS die zweite Erstveranstaltung. Drei Tage lang präsentierten 170 Aussteller in drei Hallen ihre Fahrzeuge und Dienstleistungen. Ein Höhepunkt der Oldtimermesse war die „1. ADAC HAMBURG MOTOR CLASSICS RALLYE um den TRÄUME WAGEN CUP“, bei der rund 60 Old- und Youngtimer auf die 150 Kilometer lange Strecke gingen.

 

Herausragendes Ereignis auf dem Hamburger Messegelände war am 7. und 8. Juli 2017 der G20-Gipfel. Zum Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer reisten 36 Delegationen mit insgesamt 6.000 Teilnehmern nach Hamburg – darunter 19 Staats- und Regierungschefs, EU-Vertreter sowie Repräsentanten der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und zahlreicher NGOs.

 

Gastveranstaltungen – viele treue Kunden

 

Großen Anteil am Erfolg der HMC hatten auch die 31 Gastveranstaltungen, von denen viele regelmäßig durchgeführt werden. Darunter die Nordstil – Regionale Ordertage Hamburg der Messe Frankfurt, die zweimal pro Jahr ihr Publikum in den Hamburger Messehallen findet, oder die Weltleitmesse Aircraft Interiors Expo für die Innenausstattung von Flugzeugkabinen, die seit 2002 einmal pro Jahr in Hamburg veranstaltet wird. Ein kleines Jubiläum feierten 2017 die Ausbildungsmesse EINSTIEG sowie die Hanse Golf mit ihrer jeweils 15. Auflage. Und das Online Marketing Rockstars Festival, das 2016 mit mehr als 16.000 Besuchern startete, konnte sich 2017 über nahezu 27.000 Teilnehmer freuen.

 

CCH – 12.000 ist die Zahl der Zukunft

 

Am CCH – Congress Center Hamburg haben Anfang 2017 die umfangreichen Revitalisierungsarbeiten begonnen. Für 194 Millionen Euro wird Europas erstes reines Kongresszentrum (eröffnet 1973) für die Anforderungen der Zukunft umgebaut. Am Ende werden 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 12.000 Quadratmeter lichtdurchflutete Foyerfläche und 12.000 Sitzplätze in bis zu 50 Sälen entstanden sein.

 

Ausland – HMC begleitet deutsche Aussteller weltweit

 

Neben der Betreuung des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2017 in Astana organisierte die HMC im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie oder in Eigenregie 17 Gemeinschaftsbeteiligungen für einige hundert deutsche Aussteller, unter anderem auf Messen in Russland, Korea, China, den USA oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

Ausblick 2018 – Neuheiten und ein kleines Jubiläum

 

Die Hamburg Messe und Congress GmbH wird auch 2018 ausschließlich das Hamburger Messegelände bespielen können, auf dem dann allein elf Eigenveranstaltungen durchgeführt werden, darunter die Leitmessen INTERNORGA, die SMM – the leading international maritime trade fair, die bereits acht Monate vor Eröffnung komplett ausgebucht ist, und die WindEnergy Hamburg, die gemeinsam mit der globalen Konferenz von WindEurope den Global Wind Summit 2018 und damit den größten internationalen Treffpunkt der Branche bilden wird.

 

Zu den Besonderheiten des Veranstaltungsjahres gehört, dass die Touristikmesse REISEN HAMBURG im Februar erstmals unter das Dach der „oohh! Die FreizeitWelten der Hamburg Messe“ schlüpfen wird, wo sie neben der RAD HAMBURG, der CARAVANING HAMBURG und der KREUZFAHRTWELT HAMBURG als Spezialmesse eine der vier FreizeitWelten abbildet. Die neue Gliederung soll den jeweiligen Zielgruppen die Orientierung erleichtern. Der Eintrittspreis berechtigt zum Besuch dieser vier Messen sowie der AUTOTAGE HAMBURG.

 

Im Mai folgt dann ein kleines Jubiläum: Die Hamburg Messe und Congress wird zum 25. Mal seit 1994 den HAFENGEBURTSTAG HAMBURG im Auftrag der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation organisieren.

 

Der geplante Umsatz 2018 liegt bei 99,9 Millionen Euro.

 

Gastveranstaltungen und Auslandsgeschäft

 

Zu dem geplanten Umsatz werden erneut mehr als 30 Gastveranstaltungen, darunter die Post-Expo 2018, die 53. Verleihung der GOLDENEN KAMERA und das Online Marketing Rockstars Festival, das ein weiteres Teilnehmerplus erwartet, beitragen.

 

Im Ausland wird die Hamburg Messe und Congress GmbH 14 deutsche Gemeinschaftsbeteiligungen organisieren, unter anderem in Japan, Malaysia und Chile. Außerdem wird der Betrieb des Deutschen Pavillons auf der Gartenbau-EXPO 2019 in Peking organisiert. Für die HMC ist das bereits die sechste Mitarbeit an einem deutschen Auftritt auf einer Weltausstellung.

 


www.hamburg-messe.de

Industrie 4.0 braucht Berufsbildung 4.0

Von Dr. Reinhard Schwarz

 

Forscher um den Wirtschaftspädagogen Prof. Dr. Peter F.E. Sloane und Projektkoordinator Dr. Elmar Janssen haben die Notwendigkeit erkannt, der rasanten Entwicklung der Industrie 4.0 nun die Berufsbildung 4.0 folgen zu lassen – mit tiefgreifenden Konsequenzen nicht nur für die Beschäftigten, sondern vor allem für Lehrende in Berufskollegs, Ausbilder in Betrieben und Prüfer in den örtlichen Kammern. In dem Projekt „Qualifizierung des beruflichen Ausbildungs- und Prüfungspersonals als Gelingensbedingung für die Berufsbildung 4.0“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, untersuchen die Paderborner Bildungsexperten, wie alle Beteiligten auf die Digitalisierungsprozesse vorbereitet werden können.

 

Nicht erst seit gestern macht die Digitalisierung der Arbeitswelt enorme Fortschritte. Konsequente, allumfassende Vernetzung und interaktiver Austausch in Echtzeit verändern im Zeichen von Industrie 4.0 die Produktion in all ihren Facetten – von der Planung über die Steuerung bis hin zu Fertigung und Distribution. Während die Fabrik der Zukunft immer konkretere Formen annimmt, hinkt dagegen die Entwicklung der beruflichen Bildung im Geist des 20. Jahrhunderts hinterher - obwohl sich Berufsbilder ähnlich rasant verändern wie die Produktion. Das wollen die Paderborner Wirtschaftspädagogen ändern.

 

Prof. Dr. Peter F.E. Sloane skizziert Problemstellung und Ausgangsfrage des Projekts: „Unter dem Stichwort Digitalisierung untersuchen wir zunächst die Veränderungen, die sich aufgrund der rasanten Entwicklungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien in Wirtschaft und Gesellschaft ergeben. Diese Veränderungen in der modernen ’Cyber physical factory’ beziehen sich letztlich auf das Verhältnis von ‚intelligenten’ technischen Objekten auf der einen und menschlicher Aufgabenbewältigung auf der anderen Seite. Im Trend zeigt sich eine Verlagerung von humanen Arbeitsteilen auf technische Systeme mit dem Abbau repetitiver Tätigkeiten oder Routinen und dem Aufbau kontrollierender Tätigkeiten durch den Menschen.“

 

Typische Herausforderungen für die arbeitenden Menschen im Zeichen von 4.0 sind Prozesswissen, Problemerkennung und ‚trouble shooting’, Generalisten-  u n d Expertenwissen, Beherrschung sozial-kommunikativer Kompetenzen, höhere Theorieanforderungen, lebenslanges Um- und Neulernen und möglichst unternehmerisches Denken.  Sloane verweist angesichts dieser Mammutaufgaben auf den bestehenden Mangel, wonach es eine Fokussierung auf die Entwicklung der beruflichen Ausbilder, die zugleich die relevanten Handlungsebenen „Bildungsmanagement“ und „didaktische Gestaltung“ in den Blick nimmt, (noch) nicht gebe. Hier setzt nun aktuell die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Paderborner Wirtschaftspädagogen unter der Fragestellung an: Wie verändern sich die Arbeitsorganisationen innerhalb der Mensch-Maschinen-Beziehungen (cyber-physical systems) und welche Konsequenzen ergeben sich durch die Digitalisierung für die pädagogische Arbeit in den Schulen und Betrieben?

 

Quelle:

Dr. Elmar Janssen

Universität Paderborn 

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Department Wirtschaftspädagogik

E-Mail: elmar.janssen@uni-paderborn.de

SCHRAMM Ports & Logistics wächst auf 15 Standorte

 

Brunsbüttel Ports erhält Zuschlag für die Verlängerung der Logistikdienstleistungen am Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg.  Zusätzlich übernimmt das Unternehmen die Umschlagslogistik für die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Positives Signal für weiteres Wachstum. Zusätzliche Mitarbeiter und noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe / Hamburg.

 

Im Rahmen der Ausschreibung für die Umschlagslogistik von Stoffströmen an verschiedenen Standorten der Vattenfall Heizkraftwerke hat die Brunsbüttel Ports GmbH nicht nur den Zuschlag für die Verlängerung des bestehenden Auftrages am Standort Moorburg erhalten, sondern ebenfalls für die Logistik an den weiteren Standorten von Vattenfall in Wedel und Hamburg Tiefstack.

 

Damit weitet Brunsbüttel Ports unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics seine Aktivitäten im Raum Hamburg aus. Seit 2013 hat das Brunsbütteler Unternehmen bereits die Ver- und Entsorgungslogistik für das Heizkraftwerk Moorburg im Hamburger Hafen übernommen, wo täglich große Mengen Brennstoffe und Nebenprodukte umgeschlagen werden. Diese werden auch in Zukunft von den Mitarbeitern der Brunsbüttel Ports GmbH verantwortungsvoll und mit großer Erfahrung im Rahmen der mehrjährigen Verlängerung des Vertrages bewältigt. Zusätzlich wird Brunsbüttel Ports nun zukünftig auch an den Standorten Wedel und Tiefstack für die Umschlagslogistik von Stoffströmen und zudem für die Instandhaltung der Umschlags-Anlagen verantwortlich sein.

 

Unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics bildeten die Brunsbütteler Häfen sowie der Glückstädter Hafen, der Rendsburg Port, zwei Logistikstandorte im Hamburger Hafen sowie sechs Standorte in Schweden einen starken Verbund von bisher 13 Hafen- und Logistikstandorten in Norddeutschland und Skandinavien. Mit der Ausweitung der Aktivitäten der Brunsbüttel Ports im Hamburger Raum wächst die SCHRAMM Ports & Logistics nun auf insgesamt 15 Standorte.

 

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und SCHRAMM Ports & Logistics, freut sich über den Zuschlag an den drei Heizkraftwerksstandorten: „Unsere Dienstleistungen decken die gesamte Kette der Ver- und Entsorgungslogistik ab. Die Zusammenarbeit mit Vattenfall ist hoch professionell und effizient, und wir freuen uns, nicht nur die Verlängerung des bestehenden Auftrages am Standort Moorburg erhalten zu haben, sondern in Zukunft zusätzlich auch noch an zwei weiteren Standorten unseres Kunden aktiv sein zu dürfen.“ Ergänzend führt Schnabel aus: „Die Ausweitung unserer Aktivitäten in Hamburg bedeutet eine noch engere Verzahnung im Wirtschaftsraum Unterelbe und ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Hamburg. Durch unsere zwei neuen Standorte steigt auch die Anzahl unserer Mitarbeiter deutlich an. Unsere Hafengruppe ist damit auch weiterhin auf einem soliden, nachhaltigen und gesunden Wachstumskurs.“

 

Im Rahmen der kürzlich vom Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) veröffentlichten Jahreszahlen der deutschen Seehäfen weist Frank Schnabel auf die positiven Umschlagszahlen der Hafengruppe Brunsbüttel Ports in diesem Jahr hin: In den ersten 10 Monaten erzielte die Brunsbütteler Hafengruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umschlagsplus von rund 11%. Im Brunsbütteler Elbehafen stieg die Güterumschlagmenge sogar um rund 12 %. In den Brunsbütteler Häfen stieg außerdem die Anzahl der abgefertigten Seeschiffe um rund 23 % und die Anzahl der Binnenschiffe um 8 %. 

 

Fotoquelle: Vattenfall

Platz 1 für A.T.U in Hamburg bei AutoScout24-Umfrage

Filiale in Lohbrügge wird Sieger im Hamburger Werkstattranking

Weiden in der Oberpfalz, 15. Dezember 2017. Die A.T.U-Filiale in Lohbrügge belegt den ersten Platz in der Hamburger Werkstatt-Hitliste von AutoScout24. Damit ist A.T.U die einzige Werkstattkette mit einer Spitzenposition in den aktuellen Rankings der Online-Plattform für die fünf größten deutschen Städte. Insgesamt erzielte das Unternehmen dort sieben Top-Ten-Platzierungen. Von den ortsansässigen Markenwerkstätten schaffte keine den Sprung in die entsprechenden Hitlisten. „Das gute Abschneiden von A.T.U bei AutoScout24 zeigt, dass wir unsere Kunden mit unserem Gesamtpaket aus persönlichem Service, fairer Preisgestaltung und kompetenter Werkstattleistung überzeugen und begeistern können", freut sich Jörn Werner, Vorsitzender der A.T.U-Geschäftsführung.

 

Welche Werkstätten werden am besten beurteilt? Auf der Online-Plattform AutoScout24 können Kunden jeweils ein bis fünf Sterne für Freundlichkeit, Kompetenz, Sauberkeit und Preis-/Leistungsverhältnis vergeben. Diese Daten wurden jetzt exklusiv für FOCUS Online ausgewertet und eine Hitliste mit den jeweils zehn besten Werkstätten in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main erstellt. Berücksichtigt wurden alle direkt in diesen Städten gelegenen Werkstätten mit mehr als zehn Kundenbewertungen bei AutoScout24 – insgesamt 2.000 Betriebe. Auffallend ist, dass in den Hitlisten keine Markenwerkstätten vertreten sind. Tendenziell besser abgeschnitten haben dagegen die freien Werkstätten, da diese laut AutoScout24 kleiner und persönlicher sind. Außerdem habe der Kunde hier eine größere Auswahl und honoriere mit seiner Beurteilung auch die günstigeren Preise. Als einzige Werkstattkette im Ranking kam A.T.U mit der Hamburger Filiale in Lohbrügge auf Platz eins.  Quelle: Convensis Group, Stuttgart

Vom Pionier zum Weltmarktführer: B/E Aerospace und Containerships CSG setzen Maßstäbe


Lübeck, 14. November 2017. Mit einem Marktanteil von mehr als 90 Prozent ist B/E Aerospace Systems GmbH in Lübeck ein Global Player in der Luftfahrtindustrie. Seit dem Jahr 1900 ist das vom Drägerwerk gegründete Unternehmen auf die Ausrüstung von Flugzeugen mit Notfall-Atemsystemen spezialisiert. In den vergangenen Jahren, hat der heute zu Rockwell Collins gehörende Betrieb, seinen Umsatz mehr als verdreifacht. Wachstumszahlen verzeichnet auch die Containerships CSG GmbH „Die Tochter einer finnischen Reederei ist vor vier Jahren mit ihrem Dienst von Hamburg nach Lübeck umgesiedelt. Durch Investitionen in Schiffe mit neuer Antriebstechnik (LNG) will Containerships sich als „grüne Reederei“ im Markt positionieren. Bei Betriebsbesuchen zeigte sich Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, beeindruckt von der Leistungs- und Innovationsfähigkeit der beiden Unternehmen.

B/E Aerospace ist eines der ältesten Luftfahrtunternehmen weltweit, sagte Geschäftsführer Patrik Baumstark. Auf dem Gelände des Drägerwerkes an der Revalstraße sind rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. „Sie sind unser großes Potenzial.“ Allerdings spüre das Unternehmen bereits die Auswirkungen des Fachkräftemangels und verstärke seine Anstrengungen zur Anwerbung von Personal. Lars Schöning sagte die Unterstützung der IHK zu. „In der Metropolregion Hamburg gibt es das drittgrößte Luftfahrtcluster der Welt. Außer Airbus und der Lufthansa Technik AG sind hier 200 mittelständische Unternehmen ansässig. Für Fachkräfte bieten sie viele attraktive Arbeitsplätze.“

Baumstark kündigte an, dass United Technologies Rockwell Collins übernehmen wolle. In der Luftfahrtsparte des Konzerns, mit dann rund 70.000 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von rund 23 Milliarden Euro, werde B/E Aerospace weiterhin einen wichtigen Platz einnehmen. Einschränkungen für den Standort Lübeck erwartet der Geschäftsführer nicht. „Alle Sparten des Konzerns werden sich ergänzen. Das stärkt uns weiter“, so Baumstark.

Auch Containerships ergänzt das Logistik-Angebot im Ostseeraum. „Über das Netzwerk auf dem Wasser hinaus bieten wir unseren Kunden auch an, Transporte an Land darzustellen“, sagt Geschäftsführer Mikko Juelich. Containerships verlädt Waren in eigenen Containern. Das Fahrtgebiet umfasst die Nord- und Ostsee sowie den Mittelmeerraum. Die Niederlassung in Lübeck deckt vor allem den Ostseeraum ab. Der Vorteil für Kunden sei, dass der Containeranders als häufig der Trailer nicht leer zurückkehre. „Unsere Auftraggeber sparen Geld, da wir den Container in unserem Netzwerk verwenden.“

Vom Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals erhofft sich Containerships eine weitere Steigerung des Güterumschlags, da sich dann auch Container auf der Wasserstraße wirtschaftlich verschiffen lassen. Mit dem Standort Lübeck ist Containerships zufrieden, allerdings sei das Internet nicht leistungsfähig für die Zukunft. Zudem werde die Suche nach Fachkräften schwieriger. Das Unternehmen wolle daher Schifffahrtskaufleute für den eigenen Nachwuchs ausbilden. Lars Schöning sagte beim Thema Breitbandausbau die Unterstützung der IHK zu. Wirtschaft und Landesregierung sollten sich zudem beim Bund für die flächendeckende Erschließung der Gewerbegebiete mit Glasfaserleitungen einsetzen. Quelle: IHK Lübeck, Dr. Can Özren.

 

„Zukunft an der Elbe: Wie groß darf Hamburg denken?“ 

 

Hamburg, 14. November 2017. Hamburg darf nicht nur, die Stadt muss sogar groß denken – da waren sich die Teilnehmer der einleitenden Talkrunde von „Hamburgs Spitzen“ gestern Abend einig. Bei der zwölften Ausgabe der branchenübergreifenden Netzwerkveranstaltung im Hotel Sofitel Hamburg Alter Wall wurde zum Thema „Zukunft an der Elbe: Wie groß darf Hamburg denken?“ diskutiert.

 

 

Unter der Moderation von Patrik Schwarz (Geschäftsführender Redakteur ZEIT:HAMBURG) tauschten sich Senator Frank Horch (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation), Prof. Dr. Gesa Ziemer (HafenCity Universität Hamburg) und Philipp Westermeyer (Gründer Online Marketing Rockstars) über ihre Visionen für Hamburgs Zukunft aus, die sich mehrheitlich um den Aspekt der Digitalisierung drehten. Sie sprachen vor einem exklusiven Publikum aus rund 160 Hamburger Entscheidern, Machern und Führungskräften aus Wirtschaft, Kultur, Medien, Sport und Wissenschaft.

 

150 Jahre im Dienst der maritimen Wirtschaft – eine Erfolgsgeschichte!

 

Brunsbüttel, 10. November 2017. Drei Firmen der SCHRAMM Group feiern in dieser Woche in Brunsbüttel gemeinsam ihre Jubiläen: Die Schleppreederei Hans Schramm & Sohn Schleppschifffahrt wird 90 Jahre alt, die Brunsbüttel Ports GmbH – vormals Hafengesellschaft Brunsbüttel – feiert runde 50 Jahre Elbehafen, und die maritimen Ingenieure von NavConsult sind schon 10 Jahre mit ihren innovativen Ideen erfolgreich.

 

Die SCHRAMM group ist ein inhabergeführter, strategischer Verbund aus spezialisierten Einzelunternehmen, die gemeinsam alle wichtigen Facetten der maritimen Wirtschaft abdecken: Schleppschifffahrt, Hafenbetrieb, Transportlogistik und maritimes Engineering - in diesen Bereichen bietet jedes einzelne Unternehmen der Schramm Gruppe zuverlässigen, kundenorientierten, flexiblen Service und baut auf langjährige Erfahrungen und gewachsene Kundenbeziehungen.

 

Drei Unternehmen der Firmengruppe feierten am Donnerstag gemeinsam mit Kunden und Geschäftspartnern im Elbeforum Brunsbüttel das besondere „150 Jahre“-Jubiläum.

 

Schifffahrt und Hafenbetrieb haben in Deutschland eine lange Tradition. Seit 1926 ist die Hans Schramm & Sohn Schleppschifffahrt GmbH & Co. KG ein Teil dieser maritimen Dienstleistungsbranche. Gegründet als kleiner Festmacherbetrieb, steht das Unternehmen heute für ein umfassendes Leistungsportfolio und eine sehr gut ausgestattete Flotte. Das Portfolio umfasst unter anderem auch die Bereiche Bergung und Ölbekämpfung. Als Teil der Schramm Gruppe kann auf ein eingespieltes, bedarfsgerechtes Netzwerk von Spezialisten zur Bewältigung komplexer Aufgaben zurückgegriffen werden.

Die Hafenlogistiker der Brunsbüttel Ports GmbH – vormals Hafengesellschaft Brunsbüttel mbH - sind die Experten in den Bereichen Umschlag, Lagerung, Transitverladung sowie in der Projektlogistik. Im Elbehafen Brunsbüttel wurde vor rund 50 Jahren das erste Schiff gelöscht. Der Elbehafen ist heute ein Universalhafen mit ausgeprägter Kundenorientierung und logistischer Kompetenz. Mit der logistisch günstigen Lage an der Unterelbe und am Nord-Ostsee-Kanal bietet der Elbehafen direkten Zugang zu Nord- und Ostsee und räumliche Nähe zu Hamburg. Der Hafen verfügt über einen trimodalen Terminalanschluss, wodurch optimale Transportverbindungen mit den Verkehrsträgern LKW, Bahn, Seeschiff und Binnenschiff gewährleistet sind und bietet somit ideale Voraussetzungen für die Funktion als Logistikdrehscheibe.

Das Planungs-, Beratungs- und Ingenieurbüro NavConsult bietet umfassendes und praxisorientiertes maritimes Know-how aus einer Hand. Seit nunmehr 10 Jahren erbringt NavConsult hochspezialisierte, individuelle Beratungsleistungen. Mit Schwerpunkt bei der Entwicklung von Schleppern, Pontons und Spezialschiffen im Bereich Offshore geht das Leistungsspektrum weit über den Schiffbau hinaus.

Der geschäftsführende Gesellschafter Hans Helmut Schramm und Geschäftsführer Frank Schnabel sind stolz auf die Erfolgsgeschichte, die die Schramm Gruppe bisher gemeinsam geschrieben hat. Sie haben für das „150er“-Jubiläum für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes organisiert:

Mehr als 300 Kunden und Geschäftspartner waren zu Gast und ließen im Elbeforum Brunsbüttel die Firmen-Historie noch einmal aufleben. Im Foyer konnte man die Firmengeschichte in Bildern und Exponaten betrachten. Nach einem Begrüßungsempfang begann das Programm im großen Saal mit freundlichen Grußworten, gefolgt von gutem Essen und Trinken. Das Improvisations- und Unternehmenstheater „Die Spieler“ aus Hamburg setzte die Firmengeschichte spielerisch mit viel Humor in Szene. Als weiteres Highlight begeisterte ein Lichtkünstler die Gäste, als bei atmosphärischer Musik erst nach und nach erkennbare „Schramm“-Szenen mit Licht auf einer großen Leinwand entstanden. Nach diesem emotionalen Übergang wurde auf der Bühne eine Hafenbar präsentiert, an der bei guten Gesprächen gemeinsam weitergefeiert wurde. „Unsere Kunden und Geschäftspartner ermöglichen unsere positive Entwicklung und dieses Jubiläum. Wir hoffen, unseren Gästen ein paar unvergessliche Stunden bereitet zu haben“, freut sich Hans Helmut Schramm.

Am Samstag wird dann noch einmal mit allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der SCHRAMM group und ihren Partnern und Partnerinnen im Elbeforum das Jubiläum gefeiert. Frank Schnabel betont: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten sehr viel, um unseren hohen Standard zu erfüllen; nun bedanken wir uns und freuen uns auf die gemeinsame Feier.“

Und die Erfolgsgeschichte soll natürlich weitergehen. Nachdem im März 2017 mit der Übernahme dreier Häfen und drei weiterer Logistikstandorte in Schweden der Schritt ins Ausland erfolgte, konnte nun auch die Anzahl der Logistikstandorte in Hamburg um zwei erweitert werden. Somit ist alleine die Hafensparte der SCHAMM group inzwischen an insgesamt 15 Hafenstandorten und Terminals in Norddeutschland und Schweden aktiv.

Die SCHRAMM group beschäftigt heute ca. 400 Mitarbeiter/innen, und es werden kontinuierlich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die beiden Geschäftsführer fassen abschließend zusammen: „Die Firmengruppe agiert heute als internationaler Konzern und ist dennoch bodenständig geblieben. Bei uns gilt ein Handschlag immer noch, und wir setzen vor allem auf Vertrauen und Zuverlässigkeit.“

Das Jubiläum wurde zum Anlass genommen, gemeinsam mit der renommierten Historikergenossenschaft Hamburg eine Chronik zur Firmenhistorie zu erstellen, die in Kürze erscheinen und hoffentlich den Lesern viel Freude bereiten wird!

„Sicher wie im Flugzeug“

 

Von Stefan Lipsky

 

Autonome Schiffe werden bald erste Testfahrten auf Kurzstrecken absolvieren. Namhafte Unternehmen der maritimen Wirtschaft arbeiten intensiv daran, die gesamte Ladungskette vom Hersteller über den Spediteur, den Hafenumschlag ins Schiff zu automatisieren.

 

MacGregor besitzt (2300 Mitarbeitern in 30 Ländern, 778 Millionen Jahresumsatz 2016) eine Niederlassung in Uetersen. Das Unternehmen ist eine Tochter von Cargotec mit 11.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro.  MacGregor ist eine von mehreren international tätigen Firmen, die sich am 2016 gegründeten Ecosystem „One Sea“ beteiligt haben. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung des weltweit ersten Verbundsystems von autonom fahrenden Schiffen. Start soll in drei Jahren in der Ostsee sein. Ab 2025 soll es dann zum Regelbetrieb kommen.

 

In diesem „Leuchtturm-Projekt“ arbeitet MacGregor an der Fragestellung, was grundsätzlich geregelt werden muss, um zu einem automatisiert fahrenden Schiff zu kommen. Dazu gehören Themen wie Schiffsbetrieb, Navigation, Handling der Ladung bis hin zum Produzenten. Ziel: Der Gesamt-Umschlag soll wesentlich effizienter und kostengünstiger werden.

 

„Während der Betriebszeit eines Schiffes werden heute große Mengen von Daten erfasst, analysiert und per Satellit an Land übertragen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für den Schiffsbetrieb, zum Beispiel der Fernsteuerung. Am Ende wird ein Schiff autonom fahren können. Dabei geht es nicht um die Einsparung der Seeleute, sondern der Schiffsbetrieb bekäme eine völlig neue Qualität, wie wir sie zum Beispiel von Flugzeugen gewohnt sind“, so Dr. Alexander Nürnberg, Senior Vice President von MacGregor (früher Hatlapa).

 

Für den Betreiber hat das Modell auch eine wirtschaftliche Komponente. Dadurch, dass man in der Lage ist Daten aus den transportierten Produkten aufzuzeichnen, kann man jetzt wichtige Schlüsse ziehen. Andererseits ermöglichen die Daten auch neue Geschäftsmodelle. „ Zum Beispiel müssen wir unsere Kräne in Zukunft nicht verkaufen, sondern können diese auf Nutzungsbasis leihweise über den Lebenszyklus zur Verfügung stellen“, sagt Alexander Nürnberg.

 

Das Unternehmen glaubt, dass Zusammenarbeit und Kooperation heute der richtige Weg zur Entwicklung von  technologisch hochstehenden und sicheren Systemen, wie dem autonomen Schiffsverkehr sind: „Die Vorteile von Kooperationen sind zweifelsfrei vorhanden. Software-Experten in Zusammenarbeit mit System- und Ausrüstungs-Fachleuten, können Effizienz und Sicherheit entlang der Wertschöpfungskette steigern“, so Alexander Nürnberg, „wir bei MacGregor haben die Transformation bereits vor mehreren Jahren begonnen und nähern uns Schritt für Schritt dem autonomen Schiffsbetrieb sowie schließlich autonom fahrenden Schiffen an. Die Schritte, die schon hinter uns liegen, ermöglichen es uns, eine intensivere Verbindung zum Schiff und seiner Ausrüstung zu halten. Das heißt, dass wir ein Monitoring des Schiffsbetriebs und in Zukunft auch vorrausschauend die Instandhaltung steuern können.“

 

Konkret verfolgt MacGregor ein vom finnischen Forschungsministerium gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit einer finnischen Reederei im Massengutsektor. Bulk-Carrier werden schüttend beladen und über Kräne entladen. Diese an sich monotone Tätigkeit soll in Zukunft autonom durchgeführt werden. Dazu muss man den Kränen gewissermaßen „Augen“ geben, damit sie wissen, wo die Ladung ist und wohin sie soll. 

Im Schiffsbüro an Bord wird ein eigener Kranstand eingerichtet, von dem aus die drei Bordkräne ferngesteuert werden können. Bereits vor zehn Jahren stellte McGregor seinen „On Watch“-Service vor, mit dem Offshore-Kräne rund um die Uhr überwacht wurden. Dieser Service ist nun noch einmal durch eine „Scout“-Funktion verbessert worden, die den Kran während des Betriebs überwacht und notwendige Wartungsarbeiten rechtzeitig veranlasst.

 

Unternehmen der Westküste streben nach China

Generalkonsul Dr. Klaus Schmidt sieht großes Potenzial

Brunsbüttel 6.11.2017– Deutsche Unternehmen und Produkte genießen in China nach wie vor ein hohes Ansehen. „Wenn Sie zum Beispiel in China mit der Bahn fahren, fahren Sie häufig auch mit Siemens-Technik. Es lohnt sich also, dort zu investieren“, erklärte Dr. Klaus Schmidt, Generalkonsul in Chengdu, bei einem Businessfrühstück in Meldorf, das gemeinsam von der egeb: Wirtschaftsförderung und der Geschäftsstelle Heide der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg (IHK) organisiert worden war. Der deutsche Diplomat war der Einladung nach Dithmarschen und Steinburg gefolgt, um die sich zurzeit anbahnenden Wirtschaftsbeziehungen zur Millionenmetropole Gung’an zu unterstützen.

In ihrer Begrüßung hoben egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau,  IHK-Geschäftsstellenleiter Thomas Bultjer und Landrat Dr. Jörn Klimant die Bedeutung des Besuchs und des voranschreitenden Aufbaus von Kontakten zwischen der Westküste und der Provinz Sichuan hervor. In einem Memorandum war einige Wochen zuvor anlässlich des Besuchs einer hochrangigen Delegation aus Gung’an bereits eine entsprechende Zusammenarbeit vereinbart worden. 

Dr. Schmidt ging in seinem Impulsreferat vor allem auf die deutschen Produkte und Dienstleitungen ein, die auf dem chinesischen Markt nachgefragt werden. „Die immer größer werdende Mittelklasse zeigt gern, was sie besitzt. Dazu gehören neben den deutschen Autos unter anderem auch die Innenausstattungen der Wohnungen, also zum Beispiel Möbel, Küchen und Badeinrichtungen“, erläuterte der Generalkonsul. Er verwies zudem auf das hohe Wirtschaftswachstum des Landes, das immer noch bei acht Prozent liege.

Das Wachstum hat jedoch seinen Preis. Besonders in den Städten – und Gung’an gilt mit 4,4 Millionen Einwohnern eher als „klein“ – kommt es zu großen Umweltproblemen. Die Luftverschmutzung ist hoch, die Trinkwasserqualität schlecht. „Wie beim Thema Industrie 4.0 gilt Deutschland auch beim Umwelt- und Naturschutz als vorbildlich. Hierbei sind die chinesischen Unternehmen und Behörden sehr stark an deutschen Lösungen interessiert“, so Dr. Schmidt. Ebenso begehrt ist deutsches Know-how im Gesundheitswesen. Das reicht von der Pflege über die Medizinindustrie bis zu pharmazeutischen Produkten.

Überraschenderweise sind auch deutsche beziehungsweise europäische Lebensmittel im fernen Osten Verkaufsschlager. Die Biomärkte boomen und für europäische H-Milch werde bis zu vier Euro pro Liter bezahlt. „Junge wohlhabende Chinesen sind sehr wählerisch, aber auch risikofreudig und aufgeschlossen“, beschrieb der Diplomat die Mentalität der neuen Mittelschicht. Doch es gibt auch Probleme, die Dr. Schmidt nicht verschwieg.

In der folgenden Diskussion zeigten Vertreter von Unternehmen der Westküste deutliches Interesse an einer weitergehenden Zusammenarbeit, während andere von ihren bisherigen Erfahrungen berichteten. Abschließend bot Torsten Kähler, Geschäftsführer der GP Good Prospects Consulting GmbH, die im Auftrag der chinesischen Provinz tätig ist, neben den regionalen Ansprechpartnern egeb und IHK seine Vermittlung bei Anfragen und konkreten Projekten an.

Als Generalkonsul ist Dr. Klaus Schmidt seit 2015 in Chengdu tätig. Sein Amtsbezirk umfasst die Provinzen Guizhou, Sichuan und Yunnan sowie die regierungsunmittelbare Stadt Chongqing, die mit mehr als 30 Millionen Einwohnern als bevölkerungsreichste Stadt der Erde gilt. Quelle: Brunsbüttel Ports.

 

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