Zwei Entwicklungen zeichnen sich ab: Kleinere Segel- und Motorboote liegen aufgrund eines gestiegenen Interesses am Wassersport derzeit voll im Trend. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage an großen und luxuriösen Yachten ungebrochen.

In diesem gehobenen Segment spielen Komfort und Qualität eine übergeordnete Rolle, der Anschaffungspreis rückt dagegen in den Hintergrund, so Delius Klasing, Europas führender Verlag für maritime Medien, in seiner Marktdatenstudie für die Wassersportbranche 2019. Rekordverdächtige 12.662 Leserinnen und Leser haben an der aktuellen Untersuchung, die insgesamt 711 Marken aus dem Wassersportsegment umfasst, teilgenommen.

Diese Marken setzten sich aus insgesamt 95 Segel- und 122 Motorbootwerften sowie 307 Zubehörmarken und 187 Charteranbietern aus dem Segel- und Motorboot-Bereich zusammen. Die wichtigsten Erkenntnisse für die Branche lauten in diesem Jahr: Immer mehr Menschen in Deutschland zieht es aufs Wasser. Dies bestätigt auch ein gestiegenes Interesse an kleineren „Einsteiger“-Segel- und Motorbooten. Ebenso positiv: Die Ausgabebereitschaft für Neu- und Gebrauchtboote sowie für Zubehör und Charter-urlaube bleibt auf einem konstant hohen Niveau. 

Gefragt: Yachten im oberen Segment. Beim Kauf eines Schiffes sind laut Studie, Luxus und Qualität die ausschlaggebenden Kriterien.

Bei den Seglern steigt zudem auch der Bootsbesitz-Anteil an größeren Segelyachten, bei Motorbootfahrern hingegen ist  im Verhältnis ein höherer Besitz-Anteil an kleineren Motorbooten zu verzeichnen.  Knapp jeder zweite befragte YACHT-Leser beschäftigt sich mit dem Kauf einer Segelyacht. Laut aktueller Marktdatenstudie äußern 16 Prozent der Teilnehmer in den nächsten drei Jahren eine konkrete Kaufabsicht. 29 Prozent sind sich noch unschlüssig, ob sie in nächster Zeit ein neues Schiff erwerben wollen. Daraus ergibt sich ein nahezu konstant hohes Käuferpotenzial von 45 Prozent (2016: 50 Prozent). Bei den Motorbootfahrern geben 27 Prozent der Befragungsteilnehmer an, in den nächsten drei Jahren ein Motorboot kaufen zu wollen, 36 Prozent sind sich noch nicht sicher.

Das Käuferpotenzial der Motorbootfans liegt damit bei 63 Prozent (2016: 64 Prozent). Bei den geplanten Neukaufabsichten nach Rumpflänge zeigt die 2019er-Studie zum einen ein gestiegenes Interesse an kleineren Segelyachten. 15 Prozent der YACHT-Leser (mit Kaufabsichten) planen, ein Segelboot aus der kleinsten Längenkategorie „bis 7,5 Meter“ zu kaufen (2016: 11 Prozent).

Zum anderen steigen aber auch größere Segelyachten zwischen 12 und 15 Meter in der Gunst der Leser (36 Prozent). Auch BOOTE-Leser suchen in den nächsten drei Jahren verstärkt nach kleineren Schiffen. 16 Prozent (2016: 9 Prozent) gaben bei den Neukaufabsichten an, nach einem Motor-boot bis 5 Meter zu suchen. Motorboote zwischen 7 und 10 Metern zählen weiterhin zu den gefragtesten Fahrzeugen. 37 Prozent der Leser planen, in den nächsten drei Jahren ein Schiff aus dieser Längenkategorie zu erwerben.

Laut der Studie sind die Motorbootfahrer bereit, für ein neues Boot durchschnittlich 176.625 Euro auszugeben

Das bedeutet einen leichten Rückgang zu 2016 (187.829 Euro). Dies liegt daran, dass kleinere Boote in der Gunst der Leser steigen. Segelsportler planen hingegen für ein neues Segelboot künftig noch tiefer in die Tasche zu greifen, der Wert steigt auf durchschnittlich 280.803 Euro. Bei den Gebrauchtbooten ist die Ausgabebereitschaft für die kommenden drei Jahre sowohl bei den Seglern mit 80.443 Euro als auch bei den Motorbootfahrern mit 69.724 Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch hier ist der leichte Rückgang durch ein gestiegenes Interesse an kleineren Booten zu erklären. Grundsätzlich ist für alle Teilnehmer der Erhebung die Qualität eines Schiffes das ausschlaggebende Kriterium für den Kauf einer neuen oder gebrauchten Segel- oder Motoryacht, gefolgt von Preis, Fahreigenschaften und Komfort. Neben den Kaufabsichten wurden die Leser auch zu ihren Traumyachten (wenn Geld keine Rolle spielen würde) befragt. Die Traumyachten der YACHT-Leser stammen von Hallberg-Rassy X-Yachts und Swan. Der Charterbereich ist ein Segment, das sich bei Seglern und Motorbootfahrern gleich-ermaßen einer großen Beliebtheit erfreut. 76 Prozent der YACHT-Leser (2016: 77 Prozent) beantworteten die Frage, ob sie schon mal ein Boot gechartert haben, positiv. Bei den BOOTE-Lesern sind es 57 Prozent (2016: 65 Prozent).

Als bevorzugtes Charterrevier liegt bei den Motorbootfahrern weiterhin Deutschland unangefochten auf Platz eins

Auf den weiteren Rängen folgen bei den BOOTE-Lesern Kroatien und die Niederlande. Die YACHT-Leser unternehmen ihre Charterreisen hingegen am liebsten in Kroatien, Deutschland und Griechenland. Ein Motorbooturlaub dauert durchschnittlich eine Woche. Die Ausgaben liegen dafür bei rund 2.600 Euro. Bei den Seglern beträgt die Länge des Charterurlaubs 1,5 Wochen, die Kosten betragen im Schnitt 3.127 Euro. Sowohl Segler als auch Motorbootfahrer buchen ihre Charterurlaube am häufigsten direkt beim Anbieter. Knapp 50 Prozent der Motorboot- Fans beabsichtigen in den nächsten 12 Monaten einen Chartertörn zu buchen, bei den Seglern sind es sogar 68 Prozent.

Außerdem wurden in der Marktuntersuchung die folgenden Zubehörbereiche für den Segelbereich erhoben: Bootsbekleidung, Bootselektronik, Segelmacher, Navigations- Apps, Antifouling, Versicherungen, Versender sowie Charterflotten-Betreiber und Agenturen. Bei den Motorbootfahrern standen die Zubehörbereiche Bootselektronik, Bootsmotoren, Versicherungen, Charteragenturen, Navigations-Apps, Versender und Antifouling im Fokus. Bei den Markenprofilen wurde unter anderem nach Zuverlässig-keit, Bekanntheit, Qualität, Verarbeitung, Service, Optik und dem Preis-/Leistungs-verhältnis der Schiffe und Werften gefragt.

Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann. Ausschließliche Nutzungsrechte bei Messe Düsseldorf

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