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Das Brunsbütteler Industriegespräch (BIG) feierte in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum.

v.l.n.r.: Norbert Brackmann (maritimer Koordinator der Bundesregierung), Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports / SCHRAMM group) und Dr. Bernd Buchholz (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein)v.l.n.r.: Norbert Brackmann (maritimer Koordinator der Bundesregierung), Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports / SCHRAMM group) und Dr. Bernd Buchholz (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein)150 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren zur jährlichen  Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel gekommen,  um an Bord der „MS Adler Princess“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal das 30-jährige Jubliäum der Brunsbütteler Industriegespräche zu feiern und um über aktuelle Standortthemen zu diskutieren. Der Fokus in diesem Jahr lag dabei auf der Bedeutung der Industrie für die Region in Zeiten der Umweltbewegung.  

In seinem Eingangsstatement unterstrich der Schleswig-Holsteinische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die große regionalökonomische Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel als größtes zusammenhängendes Industriegebiet mit seinen Industrieunternehmen und Häfen für die Region, aber auch für das gesamte Land Schleswig-Holstein.

Nachjustierung der Industrie-Strategie

Mit Blick auf die jüngste Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), wonach in den letzten 20 Jahren in Schleswig-Holstein kontinuierlich Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe weggefallen sind, kündigte Buchholz bis zum Jahresende eine Nachjustierung der Industrie-Strategie der Landesregierung an. „Wir sind in den letzten Jahren durch die starke mittelständische Prägung mit einem zu schwach ausgeprägten Fokus auf die Industriepolitik unterwegs gewesen", so Buchholz. Das solle sich mit der neuen Strategie ändern. Das Ziel: Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 soll die Zahl der Industriearbeitsplätze wieder deutlich steigen. „Wir brauchen dabei eine gemeinsame Haltung mit Hamburg, dass Betriebe, die nicht mehr in Hamburg unterkommen, in den Hamburger Rand geholt werden. Dafür benötige man allerdings entsprechende Industrieflächen. Außerdem setze die Landesregierung darauf, dass Hochschulen und mittelständischen Unternehmen im Land noch enger zusammenarbeiten, um sich in der Forschung austauschen zu können. 

Brunsbütteler Häfen als Güterdrehscheibe

Norbert Brackmann, Maritimer Koordinator der Bundesregierung.  hob die hervorragende maritime und logistische Lage des ChemCoast Park Brunsbüttel hervor: „Am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal bietet der ChemCoast Park Brunsbüttel den angesiedelten Industrieunternehmen die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlicher Märkte im Nord- und Ostseeraum über den Seeweg, aber auch über die europäischen Binnenwasserwege leicht zu erreichen. Durch die Brunsbütteler Häfen als Güterdrehscheibe ist es möglich, die See- und Binnenschifffahrt für die Rohstoffversorgung und den Export von Produkten zu nutzen. Das Schiff ist nicht nur das effizienteste Gütertransportmittel im Vergleich zum LKW und zur Bahn, sondern entlastet auch die Straße von Güterverkehren. Um die Schifffahrt noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, ist Liquefied Natural Gas als alternativer Schiffstreibstoff erforderlich. Dafür wird ein LNG-Import- und Distributionsterminal in Brunsbüttel zur Versorgung der Schifffahrt und der Häfen, aber auch der Industrie, benötigt.“

In der anschließenden Diskussionsrunde untermauerten Dr. Bernd Buchholz und Norbert Brackmann, Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und Geschäftsführer der SCHRAMM group,  Tobias Goldschmidt (Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein) und Dr. Uwe Arndt (Standort- und Produktionsleiter in Brunsbüttel der Covestro Deutschland AG) die Bedeutung des Industrie- und Hafenstandortes für die Region und das gesamte Land Schleswig-Holstein: „Der ChemCoast Park Brunsbüttel beeinflusst rund 12.500 Arbeitsplätze, darunter knapp 4.500 direkt am Standort. Daraus ergibt sich eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 870 Mio. Euro, wie in einer regionalökonomischen Studie ermittelt wurde. Diese regionalökonomischen Effekte sind die Grundlage für Steuereinnahmen und Kaufkraft in der Region. Die Unternehmen im ChemCoast Park Brunsbüttel bieten gute und gesicherte Arbeitsplätze, die insbesondere in einem industrieschwachen Bundesland wie Schleswig-Holstein wichtig sind. Deswegen ist es auch erforderlich, dass nicht nur die angesiedelten Unternehmen in der Region gehalten werden, sondern auch weitere Industrieansiedlungen an unserem Standort realisiert werden. Insbesondere die Verfügbarkeit von Energie, durch ein mögliches LNG Import- und Distributionsterminal in Brunsbüttel sowie elektrischer Energie im Rahmen der Energiewende, sind wichtige Impulse dafür, dass sich weitere Industrieunternehmen am Standort ansiedeln,“ so Frank Schnabel, der Sprecher der Werkleiterunde.

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Info: Mit ca. 2.000 Hektar Fläche ist der ChemCoast Park Brunsbüttel das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein und hat sich zu einem pulsierenden Cluster für Unternehmen aus der Chemie-, Energie- und Logistikbranche entwickelt. Zudem ist Brunsbüttel mit rund 13 Mio. Tonnen Ladung pro Jahr der sechstgrößte und einer der dynamischsten Seehafenstandorte Deutschlands. Aktuell investieren angesiedelte Unternehmen hohe dreistellige Millionenbeträge in ihre Anlagen.

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