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...und die Vorteile Deutschlands im globalen Wettbewerb

NORTEC IndustriegesprächHMC Michael ZapfVom 21.-24. Januar findet zum 17. Mal die NORTEC Hamburg auf dem Messegelände statt.  Anlässlich der solutions.hamburg auf Kampnagel trafen im Rahmen des Thementages ‚360 Grad Internet of Things‘ Branchenvertreter aus Industrie- und Digitalwirtschaft zum Industriegespräch zusammen. Auf dem Podium diskutierten Branchenvertreter Dr. Jörg Mutschler, Geschäftsführer des VDMA NORD, Lars Reeder, Geschäftsführer von Hein & Oetting GmbH in Hamburg, Adrian Raidt, Geschäftsführer Laserhub sowie  Axel Berger, CEO thyssenkrupp Materials IoT lebhaft über die zahlreichen Herausforderungen und Chancen in Zeiten von Industrie 4.0.

Gleich zu Beginn der Diskussionsrunde äußert sich Dr. Jörg Mutschler mit Blick auf die aktuelle Marktsituation: „Ein konjunkturelles Auf und Ab ist normal und die Unternehmen kennen das. Wir erleben gerade eine extrem spannende Phase in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden.“ Was im privaten Umfeld inzwischen normal ist, gelte nun auch zunehmend für die Industrie. „Wir sind es gewohnt, sehr unterschiedliche Geräte unterschiedlicher Hersteller untereinander vernetzen zu können. Das müssen wir jetzt auch bei sehr unterschiedlichen Maschinen gewährleisten. Wir brauchen einheitliche Standards, damit sämtliche Maschinen und Anlagen untereinander kommunizieren können,“ so Mutschler. Am Ende setze sich immer der am Markt stärkste Standard durch. Die Macht des Faktischen, die Kollaboration und agiles Management seien entscheidend für den Erfolg von Industrieunternehmen. „Der Vorteil Deutschlands und seiner vielen mittelständischen Firmen liegt in ihrer schnellen Vernetzung. Dieses Potenzial müssen wir nutzen, damit wir auch langfristig als Exportnation international erfolgreich sind,“ appeliert Mutschler.

Umgekehrte Hierarchie-Pyramiden und neue Geschäftsmodelle prägen Produktion

Lars Reeder, Geschäftsführer von Hein & Oetting GmbH in Hamburg, ist überzeugt davon, dass die Digitalisierung der Branche enorme Chancen bietet und man sich als Unternehmer rechtzeitig aufstellen muss. „Wir haben unsere Hierarchie-Pyramide in den letzten Jahren komplett auf den Kopf gestellt. Im Mittelpunkt steht für die Führungskräfte die Frage, wie sie die Facharbeiter an den Maschinen dabei unterstützen können, ihre Aufgaben täglich besser zu erledigen. Dies muss auch für die Digitalisierung gelten. Sie ist kein Selbstzweck, sondern muss Werkzeug sein bei der Erschließung von Optimierungspotenzialen und Erhöhung des Kundennutzens.“

Und die Reise geht weiter: Neue Geschäftsmodelle transformieren den Markt der industriellen Produktion und bieten allen an der Wertschöpfungskette Beteiligten neue Möglichkeiten. Stellvertretend für den Trend der Plattformökonomie sowie der Produktion als Service steht Laserhub. Das 2017 gegründete Unternehmen versteht sich als Plattform für die blechverarbeitende Industrie und sieht die Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Nach der Blechverarbeitung sollen weitere Metalle folgen, außerdem will Laserhub in Europa expandieren. Auf der Technologie-Ebene sind weitere Schnittstellen geplant, etwa die Integration in Bestell- und Warenwirtschafts-Systeme, um den Prozess noch weiter zu automatisieren. Als größte Konkurrenz sieht Geschäftsführer Adrian Raidt die teilweise über Jahrzehnte gewachsenden Beziehungen zwischen Metallverarbeitern und ihren Kunden sowie die Zurückhaltung vieler Firmenbesitzer, neue Wege zu beschreiten. „Maßgebliche Kriterien im Beschaffungsprozess sind für viele Unternehmen mehr und mehr eine schnelle Verfügbarkeit von Teilen und geringe Prozesskosten. Wir übernehmen für unsere Kunden das Lieferantenmanagement über einen digitalen Prozess und sparen ihnen dadurch wertvolle Zeit und Aufwand – zentrale Erfolgsfaktoren im Digitalen Zeitalter,“ weiß Geschäftsführer Adrian Raidt.

Doch nicht nur Start-ups transformieren den Markt. Auch große Unternehmen gründen immer häufiger eigene neue Sub-Firmen. Das zeigt das Beispiel der thyssenkrupp Materials Services (tkMX). Axel Berger, CEO thyssenkrupp Materials IoT, begleitet den digitalen Transformationsprozess bei tkMX seit 2016 und war mitverantwortlich für die Gründung der eigenen IoT-Plattform toii und der Künstlichen Intelligenz, alfred. Über die komplexen Herausforderungen für KMU in Zeiten Digitaler Transformation und Industrie 4.0 sagt Berger: „Ich kann die Bedürfnisse klein- und mittelständischer Unternehmer gut nachvollziehen, denn Materials Services ist eine Einheit aus vielen Unternehmen – meist von mittelständischer Größe. Insofern ist unsere digitale Transformation auch davon geprägt, dass wir mit unseren Lösungen echte Anwendungsfälle bedienen und einen handfesten Mehrwert für unsere internen und externen Kunden schaffen, unabhängig von den aktuellen Buzzwords. Diesen Anspruch haben wir bei der Entwicklung unseres Plattform-Ökosystems toii und in letzter Konsequenz damit auch mit der Gründung der thyssenkrupp Materials IoT GmbH.

Produktion 4.0: Ohne Offenheit und Kollaboration geht es nicht

Gegenseitiges Zuhören und voneinander lernen sowie Offenheit und Neugierde gegenüber neuen Technologien sind essenziell, um langfristig mit dem eigenen Betrieb erfolgreich zu sein, so lautet das Fazit der Diskussionsrunde des NORTEC Industriegespräch am 13. September 2019. So unterschiedlich die Bedürfnisse und Herausforderungen auch seien, Neues entstehe nur durch Kollaboration. Wer hier nicht mitmache, verpasse den Anschluss und damit auch die Chance auf Erfolgssteigerung.

www.nortec-hamburg.de

 

 

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