IHK Schleswig-Holstein veröffentlicht Studie zu Frauen in Führungspositionen

In der schleswig-holsteinischen Wirtschaft steigt die Anzahl von Frauen in Führung, aber die Unternehmen schöpfen noch nicht alle Möglichkeiten aus, die dieses Fachkräftepotenzial bietet. Aktuell stehen in knapp 30 Prozent der Unternehmen weibliche Chefs an der Spitze. Das hat eine Auswertung der Daten von rund 180.000 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern Flensburg, Kiel und Lübeck ergeben. „Wir erkennen einen Anstieg um einige Prozentpunkte im Vergleich zu Daten der vergangenen Jahre, aber die Unterschiede zu den Männern sind immer noch zu groß“, sagt Friederike C. Kühn, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft IHK Schleswig-Holstein. Diese hat die Statistik mit dem Titel: „Frauen in Führung im Norden“ jetzt als Broschüre vorgelegt.

Präsidentin Kühn betont, dass es beim Thema „Frauen in Führung“ nicht nur um Gleichberechtigung gehe, sondern um eine Antwort auf die drängende Frage der Fachkräftesicherung. „In Schleswig-Holstein gibt es viele gut ausgebildete Frauen, die entweder nicht dieselben Karrierechancen erhalten wie Männer oder aus familiären Gründen auf einen Aufstieg im Unternehmen oder eine Existenzgründung verzichten.“ Es sei Aufgabe der Unternehmen, Frauen stärker als bisher zu fördern, ihnen Führungsverantwortung zu übertragen oder ihnen die Möglichkeit zur Übernahme eines Betriebes zu geben, fordert Kühn.

Seit einigen Jahren registrieren die IHKs mehr Gründerinnen, aber es sei weiterhin Luft nach oben, betont die Präsidentin. 2018 haben 15.137 Menschen ein Unternehmen in den drei IHK-Bezirken neu gegründet. 33,4 Prozent davon waren Frauen. Der Statistik zufolge liegt der Anteil weiblicher Kleingewerbetreibender aktuell bei 35 Prozent, gefolgt von den BGB-Gesellschafterinnen mit rund 30 Prozent. Weibliche Vorstandsmitglieder dagegen sind mit elf Prozent selten, rund 15 Prozent sind Geschäftsführerinnen und knapp 23 Prozent Inhaberinnen.

Eine weitere Differenzierung ergibt, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen unter den Kleingewerbetreibenden mit 34,5 Prozent fast doppelt so hoch ist wie in den im Handelsregister eingetragenen Betrieben (18,8 Prozent). Große Unterschiede gibt es auch in den Branchen: Der Anteil weiblicher Führungskräfte im Handel, in den Dienstleistungen und im Gastgewerbe ist deutlich höher als in der Industrie oder im Verkehrsgewerbe. „Die IHK Schleswig-Holstein wird sich weiterhin dafür einsetzen, Frauen in Führung zu fördern. In den vergangenen Jahren haben wir viele neue Formate aufgelegt, um Frauen zu informieren, welche Möglichkeiten sie haben, und sie zu vernetzen“, sagt Kühn.

Die Broschüre gibt es im Internet unter www.ihk-sh.de/unternehmerinnen

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