Deutschland und Dänemark setzen gemeinsam Impulse für Gründer

Erstmals eröffnen beide Länder die Gründungswoche mit einem gemeinsamen Auftakt in Kiel. Im Mittelpunkt stehen grenzüberschreitende Kooperationen, Finanzierung, Digitalisierung und neue Chancen für junge Unternehmen

Kiel, 1. November 2026. Gute Geschäftsideen brauchen mehr als unternehmerischen Mut: Wissen, Kapital, Zugang zu Märkten und die richtigen Partner entscheiden mit darüber, ob aus einer Innovation ein erfolgreiches Unternehmen wird. Wie sich die Bedingungen für Gründerinnen und Gründer verbessern lassen, wollen Deutschland und Dänemark künftig noch stärker gemeinsam angehen. Ein erstes Zeichen dafür setzen beide Länder mit einem gemeinsamen Auftakt zur Gründungswoche Deutschland 2026 am 30. Oktober in Kiel.


Unter dem Motto „Connect. Innovate. Grow.“ kommen dort rund 120 Gründerinnen und Gründer, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Akteure der Gründungsunterstützung zusammen. Ziel ist es, die deutsch-dänische Zusammenarbeit auszubauen und neue Impulse für die Gründungsstandorte beider Länder zu setzen.


Für Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen liegt der Vorteil auf der Hand: „Gute Ideen kennen keine Grenzen.“ Damit daraus erfolgreiche Unternehmen werden, müssten Gründer Zugang zu Wissen, Kapital, Märkten und geeigneten Partnern erhalten. Die Zusammenarbeit mit Dänemark sei deshalb folgerichtig. Schleswig-Holstein und das Nachbarland verbinde eine enge wirtschaftliche und geografische Nähe, die sich noch stärker nutzen lasse – etwa durch den Austausch von Erfahrungen zwischen Unternehmen, Hochschulen und Investoren sowie durch neue Kooperationen.


Auch die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) unterstützt den länderübergreifenden Ansatz. Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers betont die Bedeutung unternehmerischen Mutes und neuer Ideen für die Wirtschaftskraft und Zukunftsfähigkeit des Landes. Der gemeinsame Auftakt sei ein starkes Signal, um durch grenzüberschreitenden Austausch zusätzliche Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung zu erschließen.


Gründungsgeist als Wirtschaftsfaktor


Dass innovative Gründungen für die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung sind, unterstreicht auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die deutsche Gründungsszene sei dynamisch, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär Johannes Steiniger. Der Wille, neue Ideen, Geschäftsmodelle und Technologien zu entwickeln, sei groß. Diese Aufbruchstimmung gelte es zu stärken. Deutschland brauche mehr Menschen, die wirtschaftliche Chancen erkennen und innovative Lösungen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umsetzen, so Steiniger. Die Gründungswoche Deutschland solle Gründungsinteressierte bei ihren Vorhaben ermutigen und zugleich zeigen, wie erfolgreiches Unternehmertum gelingen könne.


Beim Auftakttreffen in Kiel geht es deshalb nicht nur um den Austausch zwischen den beiden Ländern, sondern auch um konkrete Herausforderungen junger Unternehmen. Auf der Agenda stehen die maritime Wirtschaft, die Chancen der Digitalisierung, Finanzierung und Fördermöglichkeiten sowie die Frage, wie sich eine lebendige Gründungskultur weiterentwickeln lässt.


An der Vorbereitung und Durchführung des Auftakts sind das schleswig-holsteinische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, die Investitionsbank Schleswig-Holstein, Danish Entrepreneurs als Ausrichter der Global Entrepreneurship Week Denmark, das RKW Kompetenzzentrum und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beteiligt.


Eine Woche voller Ideen und Angebote


Die Gründungswoche Deutschland findet vom 16. bis 22. November 2026 unter dem Motto „Mutig. Gemeinsam. Machen.“ statt. Bundesweit bieten mehr als 1.300 Partnerinnen und Partner Veranstaltungen und Formate für Gründungsinteressierte, Start-ups und junge Unternehmen an. Das Spektrum reicht von digitalen Angeboten und persönlichen Beratungsgesprächen über Start-up-Pitches bis hin zu Planspielen.

Die Aktionswoche ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week, die innovative Ideen und Unternehmensgründungen fördert. Im Global Entrepreneurship Network engagieren sich inzwischen mehr als 190 Länder, die sich jährlich an der Initiative beteiligen.


In Deutschland koordiniert das RKW Kompetenzzentrum die Gründungswoche im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es ist zugleich zentrale Anlaufstelle für die beteiligten Akteure und Interessierten und vertritt das Ministerium im Global Entrepreneurship Network.

Der gemeinsame Auftakt in Kiel soll zeigen, dass sich die Förderung von Gründungen nicht auf nationale Grenzen beschränken muss. Gerade für Unternehmen in einer eng verflochtenen Wirtschaftsregion wie dem deutsch-dänischen Grenzraum können neue Kontakte und Kooperationen den Zugang zu Wissen, Märkten und Finanzierung erleichtern.


Weitere Informationen und Veranstaltungskalender: www.gruendungswoche.de