Förderbank hält Investitionen in Schleswig-Holstein auf hohem Niveau
IB.SH vergibt im ersten Halbjahr 1,8 Milliarden Euro – Wohnungsbau, kommunale Infrastruktur und Unternehmensfinanzierungen bleiben Schwerpunkte
Kiel, 25.08.2026. . Trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage nach Fördermitteln in Schleswig-Holstein hoch. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hat im ersten Halbjahr 2026 rund 1,8 Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Damit bewegt sich das Fördervolumen auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahreszeitraum.
Ein Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem
Wohnungsbau. Insgesamt 517 Millionen Euro flossen in die Wohnraumförderung. Davon entfielen 242 Millionen Euro auf den Mietwohnungsbau und 275 Millionen Euro auf die Bildung von Wohneigentum. Die Zahlen unterstreichen, wie groß der Finanzierungsbedarf angesichts hoher Baukosten und der anhaltenden Wohnungsproblematik bleibt.
„Unsere Aufgabe ist es, Investitionen auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu unterstützen“, sagt Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der IB.SH. Die Förderbank wolle ihr Angebot weiterentwickeln und öffentliche Mittel gezielt mit privatem Kapital verbinden. Damit leiste die IB.SH einen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes.
Kommunen investieren weiter
Besonders hoch bleibt auch die Nachfrage der Kommunen. Städte, Gemeinden und Kreise nahmen im ersten Halbjahr Finanzierungen von rund 670 Millionen Euro in Anspruch. Damit bewegt sich die Kommunalfinanzierung ebenfalls auf einem hohen Niveau. Investitionen in Schulen, Straßen, Energieversorgung oder andere öffentliche Infrastruktur stehen angesichts knapper kommunaler Haushalte vor besonderen Herausforderungen. Ab August erweitert die IB.SH ihr Angebot um das Kommunaldarlehen „Zukunftsfähige Infrastruktur“. Laufzeiten und Sollzinsbindungen von bis zu 40 Jahren sollen den Kommunen langfristige Planungssicherheit geben.
Mehr Geld für Unternehmen
Deutlich zugelegt hat das Fördervolumen für Unternehmen. Es stieg von 349 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 456 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Allerdings ist der Anstieg nach Angaben der IB.SH vor allem auf einzelne größere Refinanzierungen zurückzuführen.
Dennoch zeigt die Entwicklung, dass Unternehmen auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen benötigen. Förderkredite können dabei helfen, Vorhaben umzusetzen, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Wachstumsperspektiven zu erhalten.
Für Arbeitsmarkt- und Strukturförderung sowie europäische Programme stellte die IB.SH weitere 177 Millionen Euro bereit. Hier erwartet die Förderbank in der zweiten Jahreshälfte einen deutlichen Zuwachs.
Für das Gesamtjahr rechnet die IB.SH mit einer weiterhin stabilen Entwicklung. Das Fördervolumen dürfte erneut ein hohes Niveau erreichen und damit an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Die anhaltend starke Nachfrage nach Finanzierungen für Wohnraum, Infrastruktur und Unternehmen zeigt zugleich, wie groß der Investitionsbedarf im Land weiterhin ist.
Quelle: IB.SH
Bearbeitet: JM/NW
