Innovation entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit
KLU eröffnet neues Gründerzentrum
Mit
„KLU SPARK“ will die Hamburger Hochschule Studierende, Unternehmen und Start-ups enger vernetzen – ein Modell, das Deutschland im internationalen Wettbewerb dringend braucht.
Hamburg, 22. Juli 2026. Deutschlands Wirtschaft sucht nach neuen Wachstumsimpulsen. Während die USA, Israel oder zunehmend auch asiatische Staaten Innovationen gezielt aus Hochschulen heraus fördern und daraus weltweit erfolgreiche Unternehmen entstehen lassen, bleibt das Gründungsgeschehen hierzulande häufig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Experten sehen deshalb einen engen Schulterschluss zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Investoren als entscheidenden Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Vor diesem Hintergrund hat die Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg ihr neues Innovations- und Gründungszentrum KLU SPARK eröffnet. Ziel ist es, Studierende, Wissenschaftler, Unternehmen und Gründer zusammenzubringen und Ideen schneller in marktfähige Geschäftsmodelle zu überführen.
Das Zentrum versteht sich dabei nicht als klassischer Inkubator, sondern als Experimentier- und Entwicklungsplattform. Studierende arbeiten gemeinsam mit Unternehmen an konkreten Herausforderungen, entwickeln in Workshops und Hackathons neue Lösungen und erhalten Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Bereits zum Start beteiligen sich namhafte Partner wie CMA CGM, Hoyer, Kühne+Nagel, Hamburg Invest und Impossible Founders.
Die Bedeutung solcher Einrichtungen wächst. Innovationen entstehen heute immer seltener ausschließlich in den Forschungsabteilungen großer Konzerne. Neue Technologien, digitale Geschäftsmodelle und nachhaltige Lösungen werden zunehmend von jungen Unternehmen entwickelt, die eng mit Hochschulen und Investoren zusammenarbeiten. Internationale Innovationszentren wie das Silicon Valley oder Cambridge zeigen seit Jahren, welchen wirtschaftlichen Nutzen solche Netzwerke entfalten können.
Auch Hamburg baut sein Startup-Ökosystem kontinuierlich aus. KLU SPARK will dazu einen weiteren Baustein liefern. Das erste Inkubationsprogramm ist mit acht Gründerinnen und Gründern gestartet. Die Projekte reichen von Anwendungen Künstlicher Intelligenz zur Reduzierung städtischer Abfälle über intelligente Medizintechnik bis hin zu Deep-Tech-Lösungen für die Wartung industrieller Anlagen.
Für Unternehmen bietet das Zentrum zugleich Zugang zu jungen Talenten und neuen Ideen. In gemeinsamen Innovationsprojekten sollen Studierende und Unternehmen praxisnah Lösungen entwickeln und damit Innovationen schneller in die Anwendung bringen.
Mehr als 1.000 Teilnehmende haben nach Angaben der Universität bereits an den ersten Veranstaltungsformaten von KLU SPARK teilgenommen. Für KLU-Präsident Andreas Kaplan ist das neue Zentrum ein konsequenter Schritt, akademische Exzellenz noch stärker mit Unternehmertum und praktischer Innovation zu verbinden.
Gerade für den Wirtschaftsstandort Deutschland könnten solche Initiativen künftig an Bedeutung gewinnen. Denn im internationalen Wettbewerb entscheidet immer stärker nicht allein die industrielle Stärke, sondern die Fähigkeit, aus guten Ideen schnell erfolgreiche Unternehmen entstehen zu lassen.
Mit KLU SPARK wächst das Hamburger Innovationsökosystem um einen weiteren Baustein. Neben Einrichtungen wie dem Startup Port der TU Hamburg, den Start-up Labs Bahrenfeld oder dem Digital Hub Logistics & Commerce entsteht damit ein immer dichteres Netzwerk, das Hochschulen, Unternehmen und Gründer zusammenbringt.
JM/NW
