Beiersdorf: Hautpflege wächst, NIVEA bleibt unter Druck

Der Hamburger Konsumgüterkonzern verzeichnet im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent. Während Eucerin, Aquaphor und La Prairie zulegen, belasten die schwächere Entwicklung von NIVEA und Halbleiterengpässe bei tesa das Geschäft. Die Jahresprognose bleibt unverändert

Hamburg, 27. Oktober 2026. Der Hamburger Beiersdorf-Konzern kommt bei der Erholung seines Geschäfts nur schrittweise voran. Im dritten Quartal 2026 sank der Konzernumsatz organisch um 1,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Für die ersten neun Monate ergibt sich ein Rückgang von 2,8 Prozent auf insgesamt 7,3 Milliarden Euro.


Die Entwicklung fällt je nach Geschäftsbereich unterschiedlich aus. Besonders dynamisch wächst weiterhin das Hautpflegegeschäft mit Eucerin und Aquaphor: Es legte im dritten Quartal organisch um 10,6 Prozent zu. Auch die Luxusmarke La Prairie beschleunigte ihr Wachstum auf 8,5 Prozent, vor allem dank des Geschäfts in China.


Dagegen verzeichnete NIVEA einen organischen Umsatzrückgang von 4,9 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens verbesserte sich die Entwicklung zwar gegenüber dem Vorquartal. Belastend wirkten jedoch weiterhin Spannungen im Handel und der Abbau von Lagerbeständen bei den Handelspartnern. Beiersdorf sieht erste Fortschritte bei der strategischen Neuausrichtung der Marke, unter anderem durch neue Gesichtspflegeprodukte. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende entsteht, bleibt abzuwarten.


Auch die Klebstoffsparte tesa entwickelte sich rückläufig. Ihr organischer Umsatz sank im dritten Quartal um 4,3 Prozent. Vor allem Engpässe bei Halbleitern belasteten das Elektronikgeschäft. Andere Industriesegmente entwickelten sich nach Unternehmensangaben positiv.


Beiersdorf hält dennoch an seiner Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin einen organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte EBIT-Umsatzrendite soll mindestens 11,8 Prozent erreichen. Damit setzt das Unternehmen trotz des schwächeren Geschäftsverlaufs auf eine stabile Profitabilität.

Quelle: Beiersdorf AG

JM/NW