Green Industry und Circular Economy: Förderinitiative stärkt Hamburger Unternehmen für nachhaltige Zukunft 

Neue Impulse für Ressourceneffizienz, industrielle Innovationen und zirkuläre Geschäftsmodelle

Hamburg, 20. Januar 2026. Mit „Green Industry & Circular Economy Hamburg“ starten die Umweltbehörde Hamburg (BUKEA) und die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) eine neue Förderinitiative, die Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen in der Hansestadt motivieren soll, ihre Geschäftsprozesse zukunftsfest, nachhaltig und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Für innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte stehen Fördermittel im Rahmen des Programms PROFI Umwelt mit Zuschüssen von bis zu einer Million Euro bereit – einzeln bis 500.000 Euro, in Kooperationen bis 1 Mio. Euro. Anträge können bis zum 15. April 2026 eingereicht werden. Ein Fördermittelfrühstück am 24. Februar bietet Orientierung und Erfahrungsaustausch mit bereits geförderten Unternehmen.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft  betont, dass Klimaschutz und Ressourceneffizienz die Grundlage für künftigen Wohlstand bilden. Rohstoffe würden knapper und teurer, ihre Gewinnung oft mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Durch Kreislaufwirtschaft könnten Unternehmen nicht nur unabhängiger werden, sondern im Wettbewerb die Nase vorn haben. Genau diesen Pioniergeist wolle Hamburg mit der neuen Förderung stärken. Die Initiative soll dazu beitragen, „Made in Hamburg“ zu einem Gütesiegel für klimaneutrale Innovationen zu machen, Arbeitsplätze zu sichern und den Wirtschaftsstandort weiter auszubauen.


Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Mit der Förderinitiative Green Industry & Circular Economy wollen wir die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit von Industrie- und Zulieferbetrieben am Standort Hamburg nachhaltig stärken. Innovative Lösungen im Bereich der Umweltinnovationen und innovativer Industrieprozesse sind das Ziel, damit Hamburg seine Position als starker Wirtschafts- und Innovationsstandort auch zukünftig weiter ausbauen kann.“

 

Was bedeutet Green Industry und Circular Economy?

Green Industry bezeichnet eine Form der industriellen Entwicklung, in der Produktion und Geschäftsprozesse so gestaltet werden, dass sie den ökologischen Fußabdruck verringern, Energie- und Ressourceneffizienz steigern und Emissionen reduzieren. Ziel ist es, konventionelle industrielle Abläufe durch umweltfreundliche Technologien, nachhaltige Materialien und intelligente Prozessoptimierungen zu ersetzen oder zu ergänzen.


Circular Economy, auf Deutsch Kreislaufwirtschaft, geht über traditionelle Recycling-Ansätze hinaus: Statt dem linearen Modell „Rohstoff → Produkt → Abfall“ werden Produkte, Materialien und Ressourcen so gestaltet, genutzt und wiederverwendet, dass Abfall und Ressourcenverschwendung minimiert werden. Produktdesign, Herstellungsverfahren, Nutzungskonzepte und Rückführungsprozesse sind darauf ausgerichtet, Materialien langfristig im Wirtschaftskreislauf zu halten, indem sie reparierbar, modular, langlebig und vollständig recycelbar sind. Diese Denkweise reduziert Bedarf an Primärrohstoffen, senkt Emissionen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch Effizienzgewinne.


Im Rahmen des Programms PROFI Umwelt werden Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro für Einzelprojekte und bis zu 1 Million Euro für Kooperationsprojekte vergeben. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Fokus der Förderung. Antragsberechtigt sind Unternehmen sowie Konsortien aus Unternehmen und Hochschulen/Forschungseinrichtungen mit Betriebsstätte in Hamburg.


Gefördert werden im Rahmen der Initiative Projekte in folgenden Bereichen:


  • Innovative industrielle Prozesse & Technologien: Energie- und Materialeffizienz, Prozessoptimierung, Emissionsreduktion, industrielle KI.
  • Circular Economy & zirkuläre Lösungen: z. B. circular design (Modularität, Reparierbarkeit, schadstofffreie Produkte), Nutzung von Sekundärrohstoffen (z. B. im Bausektor), Abfallvermeidung und Rohstoffrückgewinnung.
  • Neue Energietechnologien: Wasserstoff, Energiespeicher, Power-to-X, Carbon Capture und alternative Kraftstoffe.
  • KMU stehen im Fokus der Förderung; sie können alleine oder gemeinsam mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen Anträge stellen.

 

Warum ist die Förderung wichtig?

Die Umstellung auf Green Industry und Circular Economy ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil: Unternehmen, die Ressourcen effizienter nutzen und auf nachhaltige Geschäftsmodelle setzen, können Kosten senken, ihre Resilienz erhöhen und neue Märkte erschließen. Gleichzeitig entstehen neue Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze – ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hamburg.


Weitere Informationen zur Förderinitiative, den thematischen Schwerpunkten und zur Antragstellung finden Sie auf der Website der IFB Hamburg hier.


Quelle: IfB

JM/NW