Itzehoer wächst nach Rekordphase weiter und stabilisiert Ergebnis
Versicherer steigert Beiträge deutlich und stärkt Ertragskraft nach starkem Kfz-Wachstum
Itzehoe, 20. April 2026. Die Itzehoer Versicherungen zählen zu den größeren Kfz- und Sachversicherern in Deutschland und sind vor allem in der Kfz-Versicherung sowie in der Rechtsschutz- und weiteren Schaden-/Unfallversicherung aktiv. Der Schwerpunkt des in Itzehoe in Schleswig-Holstein ansässigen Unternehmens liegt traditionell auf der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung, ergänzt durch Rechtsschutz-, Unfall- und weitere Kompositsparten. 2025 haben die Itzehoer Versicherungen nach den außergewöhnlich starken Wachstumsjahren 2023 und 2024 ihr Geschäft weiter ausgebaut und gleichzeitig ihre Ertragskraft verbessert.
Die gebuchten Beiträge stiegen um 10,5 Prozent auf 941,1 Mio. Euro (Vorjahr: 851,8 Mio. Euro). Auch der Bestand an Kfz-Haftpflicht-Risiken wuchs erneut leicht um 2,1 Prozent bzw. 32.061 Stücke auf insgesamt 1.532.247. Der Jahresüberschuss lag bei 20,8 Mio. Euro. In der Rechtsschutzversicherung als zweitgrößter Sparte erhöhte sich die Zahl der Verträge um 2,9 Prozent auf 390.193 Stücke. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Beitragszuwachs von rund 20 Mio. Euro sowie erneut einen Jahresüberschuss von etwa 20 Mio. Euro.
Hintergrund der Entwicklung ist ein außergewöhnlich starkes Wachstum im Kfz-Geschäft in den Jahren zuvor: Der Bestand war von 1,15 Mio. Ende 2022 auf über 1,5 Mio. Risiken Ende 2024 gestiegen. Vorstandsvorsitzender Uwe Ludka beschreibt dies als eine Entwicklung, „wie wir ihn noch nie zuvor hatten und der in unseren Dimensionen sonst eher einem Zehn-Jahres-Zeitraum entspricht“. Nach diesem Wachstumsschub lag der Fokus 2025 vor allem darauf, die Bestände zu stabilisieren und zu halten.
Das Kfz-Geschäft zeigte dabei eine gemischte Entwicklung: Während der Bestand weiter leicht zunahm, wurden die Kasko-Sparten wieder in die Ertragszone geführt. In der Kfz-Haftpflicht ergab sich jedoch eine Schaden-Kosten-Quote von 115 Prozent. Laut Ludka handelt es sich dabei um einen Einmaleffekt, der bereits verarbeitet sei: „Mit diesem Einmaleffekt, den wir 2025 verdaut haben, werden wir die nachhaltige Konsolidierung erreichen.“ Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen, dass sowohl Kasko als auch Kfz-Haftpflicht wieder im Ertragsbereich liegen.
Insgesamt entwickelten sich die übrigen Versicherungssparten weiterhin positiv. Der deutliche Anstieg der Beiträge führte dazu, dass sich der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr von rund 10 Mio. Euro auf 20,8 Mio. Euro verdoppelte. Ludka betonte: „Den Überschuss haben wir zur Absicherung unseres Wachstums unserem Eigenkapital zugeführt.“
Auch die Rechtsschutzversicherung entwickelte sich stabil positiv. Die Beiträge stiegen um 5,5 Prozent auf rund 83,2 Mio. Euro, die Zahl der Verträge um 2,9 Prozent auf 390.193. Dazu erklärte Ludka: „Mit einer neuen Tarifgeneration, die in vielen relevanten Leistungsbereichen klar über Marktniveau liegt, werden wir uns ab Jahresmitte noch stärker abheben und unsere Erfolgschancen weiter steigern.“
Zum Jahresende 2025 beschäftigte der Konzern 897 Mitarbeiter nach 860 im Vorjahr. Für 2026 rechnet die Itzehoer mit einer Fortsetzung des kontrollierten Wachstumskurses, einem Beitragsanstieg von rund 20 Mio. Euro sowie einem Jahresüberschuss in ähnlicher Größenordnung von etwa 20 Mio. Euro.
Quelle: Itzehoer Versicherungen
JM/NW
