Konjunkturbarometer Metropolregion Hamburg

Konjunktur in der Metropolregion bleibt schwach

Unternehmen und Handwerk bewerten ihre Lage überwiegend stabil – Investitionen und Erwartungen bleiben jedoch verhalten


Metropolregion Hamburg, 17.6.2026. Die Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg kommt weiterhin nur schleppend voran. Zwar bewertet die Mehrheit der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als zufriedenstellend, doch die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben von Unsicherheit geprägt. Das zeigt das aktuelle Konjunkturbarometer der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern der Metropolregion Hamburg. Grundlage sind die Angaben von 1.686 Unternehmen und 1.204 Handwerksbetrieben.


Jedes fünfte Unternehmen spricht derzeit von einer guten Geschäftslage, etwa ein Viertel bewertet die Situation dagegen als kritisch. Für die kommenden zwölf Monate rechnen lediglich zehn Prozent der Betriebe mit einer Verbesserung ihrer Geschäfte. Rund ein Drittel erwartet hingegen eine Verschlechterung. Damit haben sich die Zukunftserwartungen gegenüber dem Herbst leicht eingetrübt.


Auch bei Beschäftigung und Investitionen dominieren Vorsicht und Zurückhaltung. Zwei von drei Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl stabil halten. Jede zehnte Firma plant Neueinstellungen, während etwa jedes fünfte Unternehmen von einem Personalabbau ausgeht. Ähnlich sieht es bei den Investitionen aus: Knapp die Hälfte der Betriebe plant mit unveränderten Ausgaben, jede fünfte Firma will mehr investieren, ein Drittel rechnet dagegen mit geringeren Investitionen. Die Investitionsbereitschaft liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres.


Im Auslandsgeschäft erwarten die meisten exportierenden Unternehmen stabile Entwicklungen. Dennoch blickt ein Viertel der Betriebe mit Sorge auf die Exportaussichten, während lediglich jede siebte Firma von steigenden Ausfuhren ausgeht. Besonders Dienstleistungsunternehmen zeigen sich beim Auslandsgeschäft zurückhaltend.


Als größte Belastungsfaktoren nennen die Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie die schwache Binnennachfrage. Die Sorgen über steigende Arbeitskosten und den Fachkräftemangel haben im Vergleich zum Vorjahr etwas nachgelassen.


Innerhalb der Metropolregion zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Während Unternehmen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ihre Lage etwas günstiger einschätzen, fällt die Bewertung in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verhaltener aus.


Etwas optimistischer präsentiert sich das Handwerk. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat sich die Stimmung leicht verbessert. Ein Drittel der Betriebe bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut, mehr als vier von zehn sprechen von einer zufriedenstellenden Situation. Jeder fünfte Betrieb sieht die Lage kritisch.


Mit Blick auf die kommenden Monate rechnet ein Viertel der Handwerksbetriebe mit einer Verbesserung, weniger als ein Fünftel erwartet eine Verschlechterung. Besonders im Ausbauhandwerk und im Bauhauptgewerbe bleibt die Stimmung stabil. Herausforderungen bestehen weiterhin im Nahrungsmittelhandwerk und im Kfz-Gewerbe. Zwar konnten viele Betriebe ihre Beschäftigtenzahl halten oder ausbauen, gleichzeitig berichten zahlreiche Unternehmen von rückläufigen Umsätzen. Bei Investitionen überwiegt weiterhin die Zurückhaltung.

Quelle: Handelskammer Hamburg


 

Das vollständige Konjunkturbarometer finden Sie im Anhang oder unter www.metropolregion.hamburg.de/konjunkturbarometer