Handwerk
Meisterbrief als Sprungbrett in die Zukunft
460 Hamburger Handwerkerinnen und Handwerker feiern im Michel ihren Meistertitel – Bürgermeister Tschentscher würdigt ihre Bedeutung für Fachkräftesicherung, Klimaschutz und Wirtschaft
Hamburg, 17. Juni 2027. Die Zukunft des Hamburger Handwerks hat am Donnerstag im Michel ihren großen Auftritt: 460 frischgebackene Meisterinnen und Meister aus 25 Gewerken sind bei der traditionellen Meisterfeier der Handwerkskammer Hamburg ausgezeichnet worden. Die 396 Jungmeister und 64 Jungmeisterinnen hatten ihre Prüfungen zwischen dem 1. März 2025 und dem 28. Februar 2026 bestanden und erhielten nun im feierlichen Rahmen der Hauptkirche St. Michaelis ihre verdiente Anerkennung.
Vor mehreren hundert Gästen würdigten Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann sowie Hauptpastor Alexander Röder die Leistungen des neuen Meisterjahrgangs und betonten die zentrale Rolle des Handwerks für die wirtschaftliche Entwicklung der Hansestadt.
„Jungmeisterinnen und Jungmeister sichern die Zukunft des Handwerks – als gefragte Fachkräfte und potenzielle Unternehmensgründer, mit dem Meisterbrief als Qualitätssiegel und der Ambition junger Leute“, sagte Tschentscher. Hamburg brauche ein modernes Handwerk, um die großen Herausforderungen der Zeit zu bewältigen – von Energieeffizienz und Klimaschutz über nachhaltiges Bauen bis hin zum Ausbau moderner Infrastruktur. „Herzlichen Glückwunsch allen Hamburger Jungmeisterinnen und Jungmeistern zum Meistertitel und alles Gute für den weiteren Lebensweg.“
Auch Stemmann stellte die Bedeutung des Handwerks für den Wirtschaftsstandort Hamburg heraus. „Wir feiern heute 460 und eine Geschichte. 460 individuelle Storys und die eine große Erfolgsgeschichte namens Hamburger Handwerk“, sagte der Kammerpräsident. Die frischgebackenen Meisterinnen und Meister verfügten über alles, was sie für ihre berufliche Zukunft benötigten: „Können, Mut, Leidenschaft und Tatkraft.“ Hamburg brauche „zuverlässige Macher und Anpackerinnen mit Handwerksqualitäten auf allerhöchstem Niveau“.
Stellvertretend für den Jahrgang sprachen die Jungmeisterin Angela Ling-Kuhlencord und Jungmeister Michael Kuhlencord, die als Ehepaar gemeinsam zunächst ihre Ausbildung und anschließend die Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk absolviert haben. Sie erinnerten an die unterschiedlichen Wege, die die Absolventinnen und Absolventen ins Handwerk geführt haben.
„Wir haben gelernt, gekämpft, geschwitzt – und heute halten wir den Meisterbrief in den Händen“, sagten sie. Trotz aller individuellen Geschichten verbinde die Absolventinnen und Absolventen nun ein gemeinsamer Erfolg: „Ab heute sind auch wir die Zukunft des Handwerks.“
Mit dem Meistertitel eröffnen sich den Absolventinnen und Absolventen nicht nur neue Karrierechancen. Sie gelten zugleich als wichtige Stütze im Kampf gegen den Fachkräftemangel und als potenzielle Gründerinnen und Gründer der nächsten Generation von Handwerksbetrieben in Hamburg. Gerade in Zeiten großer Transformationsaufgaben setzt die Stadt damit auf qualifizierte Fachkräfte, die die Energiewende, den Wohnungsbau und die Modernisierung der Infrastruktur mitgestalten.
Quelle: Handwerkskammer Hamburg
JM/NW
