Rekord für den Hamburg Innovation Summit: Hamburg präsentiert sich als Zukunftslabor des Nordens

Mehr als 4.000 Anmeldungen, internationale Start-ups und ausgezeichnete Zukunftstechnologien zeigen die wachsende Innovationskraft der Hansestadt

Hamburg. Der Hamburg Innovation Summit (HHIS) wächst weiter und unterstreicht seine Bedeutung für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Hamburg. Mit mehr als 4.000 Anmeldungen verzeichnete die diesjährige Ausgabe des größten Innovationsevents Norddeutschlands einen neuen Rekord. Im Oberhafenquartier kamen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Start-up-Szene und Gesellschaft zusammen, um über Zukunftstechnologien und neue Geschäftsmodelle zu diskutieren.

Mit 180 Speakerinnen und Speakern, mehr als 80 Programmpunkten sowie 65 Ausstellern auf rund 1.800 Quadratmetern präsentierte der Summit die gesamte Bandbreite aktueller Innovationen – von Künstlicher Intelligenz und Deep Tech über Medizintechnik bis hin zu nachhaltigen Transformations- und Mobilitätslösungen. Für Hamburg ist die Veranstaltung längst mehr als eine Branchenkonferenz. Sie gilt als Schaufenster für die Innovationskraft der Metropolregion und als Plattform, auf der neue Ideen, Unternehmen und Netzwerke zusammenfinden.


Eröffnet wurde der Summit von Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Technologie, Wissenschaft und Forschung diskutierte sie über Zukunftsfelder wie Gentherapien und Quantencomputing. Anschließend zeigte sie sich bei einem Rundgang beeindruckt von der Vielfalt der präsentierten Projekte: „Der Hamburg Innovation Summit ist eine tolle Plattform, um Menschen, Ideen und Konzepte zusammenzubringen, in Austausch zu bringen, auch durchaus einmal kritisch. Ich glaube, dass es ein wahnsinniger Katalysator ist, um gute Sachen, die unser Leben verändern werden, zur Entfaltung zu bringen.“


Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Hamburg Innovation Awards. Die Auszeichnungen würdigen besonders vielversprechende Innovationen und junge Unternehmen aus der Metropolregion. Erstmals wurde zudem eine internationale Kategorie eingeführt, um Gründerinnen und Gründer mit Migrationsgeschichte sichtbar zu machen und ihren Beitrag zur Innovationskraft Hamburgs hervorzuheben.


In der Kategorie „Ideation“ gewann das Start-up Visflo mit einem Sensorpatch, das das Stresshormon Cortisol über Schweiß in Echtzeit messen kann. Die Auszeichnung in der Kategorie „Start“ ging an Aortex, das individuell angepasste Implantate für die minimalinvasive Behandlung von Aortenaneurysmen entwickelt. In der neuen Kategorie „International“ überzeugte GravNav mit einer GPS-unabhängigen Navigationstechnologie auf Basis von Gravitationsdaten, die unter anderem für Schifffahrt, Luftfahrt und autonome Systeme eingesetzt werden kann.


„Die Gewinner spiegeln die Vielfalt der Hamburger Innovationslandschaft wider – von Medizintechnologie und Digital Health über Deep-Tech-Lösungen bis hin zu innovativen Navigationstechnologien mit internationalem Wachstumspotenzial“, sagte Donald Mekountchou, Gründungsberater bei Hamburg Innovation und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.


Neben den Preisverleihungen standen zentrale Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Fachkräftesicherung, Klima- und Energiewende, neue Werkstoffe sowie nachhaltige Stadtentwicklung auf der Agenda. Besondere Akzente setzten die Botschafterinnen und Botschafter des Hamburg Innovation Summit. So zeigte Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons in ihrer Keynote, wie soziale Innovationen und sektorübergreifende Zusammenarbeit zu Treibern einer nachhaltigen Transformation werden können und welche Chancen sich daraus für Hamburg ergeben. Die Unternehmerbrüder Laurin und Yannes Bock verdeutlichten, wie Handwerk, Unternehmertum und digitale Sichtbarkeit neue Perspektiven für traditionelle Branchen schaffen können. Lara Sophie Bothur machte Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Quantencomputing und Space Tech einem breiten Publikum zugänglich. Weitere Programmschwerpunkte reichten von Advanced Materials und Novel Food über urbane Entwicklung bis hin zu Talentförderung, Fachkräftesicherung und Entrepreneurship.


Zahlreiche Workshops, Diskussionsrunden und Praxisformate machten darüber hinaus deutlich, dass Innovation nicht allein durch neue Technologien entsteht, sondern vor allem durch Zusammenarbeit, Wissenstransfer und den Austausch unterschiedlicher Akteure.


Der Rekordzuspruch beim HHIS 2026 zeigt: Hamburg etabliert sich zunehmend als führender Innovationsstandort im Norden. Die Veranstaltung macht sichtbar, welches wirtschaftliche Potenzial in der Region steckt – und welche Rolle die Hansestadt künftig bei der Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle spielen will.

Quelle: HHIS

JM/NW