Rheinmetall startet Serienproduktion unbemannter Marinesysteme in Hamburg
Blohm+Voss wird zum High-Tech-Standort für maritime Drohnen – Joint Venture „Rheinmetall Kraken GmbH“ nimmt Fertigung des USV „K3 Scout“ auf
Hamburg, 20. April 026. Am Hamburger Rheinmetall-Standort Blohm+Voss hat die Serienproduktion des unbemannten Überwassersystems Kraken K3 Scout begonnen. Die neue Einheit der Division Naval Systems entwickelt damit gemeinsam mit dem britischen Technologieunternehmen Kraken Technology ein marktverfügbares Unmanned Surface Vessel (USV) für militärische und zivile Anwendungen.
Die Plattform kann je nach Konfiguration zur Überwachung von Seegebieten, zum Schutz kritischer Infrastruktur oder als Waffenträger in militärischen Operationen eingesetzt werden. Das bereits im Vorjahr gegründete Joint Venture firmiert ab sofort unter dem Namen Rheinmetall Kraken GmbH und reagiert auf die weltweit stark steigende Nachfrage nach unbemannten maritimen Systemen.
Die Produktion der bis zu 55 Knoten schnellen, 8,50 Meter langen und modular konfigurierbaren Fahrzeuge erfolgt in Hamburg. Dort entwickelt Rheinmetall den Standort Blohm+Voss schrittweise zu einem führenden deutschen Test- und Technologiezentrum für autonome Seeplattformen.
Zunächst ist die Fertigung auf rund 200 Einheiten pro Jahr ausgelegt, perspektivisch soll eine Skalierung auf bis zu 1.000 Systeme jährlich möglich sein. „Die Produktion des Kraken K3 Scout ist auf Wachstum ausgelegt und kann flexibel an die operative Nachfrage angepasst werden“, sagte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems.
Auch der Partner Kraken Technology betont die industrielle Bedeutung des Zusammenschlusses. „Die Kombination aus industrieller Fertigungstiefe und agiler maritimer Technologieentwicklung ermöglicht eine schnelle Skalierung leistungsfähiger unbemannter Systeme“, erklärte Mal Crease, CEO der Kraken Technology Group.
Mit dem Joint Venture bündelt Rheinmetall klassische Werftkompetenz mit neuer Drohnen- und Autonomie-Technologie und positioniert Hamburg damit zunehmend als Standort für die nächste Generation maritimer Rüstungssysteme.
Quelle:Rheinmetall
JM/NW
