Startups als Innovationstreiber für Hamburg

203 Neugründungen im Jahr 2025 und ein wachsendes Ökosystem: Hamburg will Startups stärker mit Wissenschaft, Wirtschaft und Kapital vernetzen und damit die Transformation des Wirtschaftsstandorts vorantreiben

Hamburg, 16. September 2026. Startups sind längst mehr als junge Unternehmen mit neuen Geschäftsideen. Sie können zum Motor für Innovation und wirtschaftliche Transformation werden – insbesondere dann, wenn es gelingt, Forschung, Unternehmertum und etablierte Wirtschaft miteinander zu verbinden. Hamburg will diesen Innovationskreislauf nun gezielter stärken und seine Position als Startup-Standort weiter ausbauen.


Die Zahlen geben Rückenwind: 2025 wurden in Hamburg 203 Startups neu gegründet, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt zählt die Hansestadt nach Angaben des Senats inzwischen 1.540 aktive Startups. Damit verfügt Hamburg über ein breit aufgestelltes Ökosystem an einem Wirtschaftsstandort, der mit Industrie, Logistik und einem starken Dienstleistungssektor zugleich über wichtige Abnehmer und Kooperationspartner für junge Unternehmen verfügt.


Von der Forschung zum Geschäftsmodell

Besonders wichtig ist dabei die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. Startups können Forschungsergebnisse und innovative Ansätze aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen überführen. Umgekehrt erhalten etablierte Unternehmen Zugang zu neuen Technologien, Geschäftsmodellen und Lösungen für die Herausforderungen der Transformation. „Insbesondere die gewerbliche und industrielle Nachfrage hier am Standort bildet ein starkes Rückgrat an B2B-Potenzialen für den gesamten Innovationskreislauf – von der Idee über das Testing bis in die konkrete Umsetzung“, sagt Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard.

Damit wird das Startup-Ökosystem auch zu einem Baustein für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsstandorts. Denn Innovation entsteht nicht allein in Forschungslaboren oder bei jungen Unternehmen. Entscheidend ist, ob aus Ideen konkrete Anwendungen entstehen, die sich am Markt behaupten und zugleich Lösungen für bestehende wirtschaftliche Herausforderungen bieten.


Förderung aus einer Hand

Um diesen Prozess zu unterstützen, bündelt der Senat künftig die monetäre und nicht-monetäre Startup-Förderung unter dem Dach der IFB Hamburg und ihrer Tochtergesellschaft IFB Innovationsstarter GmbH. Gründerinnen und Gründer sollen dadurch einen zentralen Zugang zu Beratung und Förderung erhalten – von der ersten Idee bis zur Skalierung.


Unter der gemeinsamen Marke Startup City Hamburg sollen zudem die Angebote verschiedener Akteure sichtbarer und besser miteinander verknüpft werden. Zu den Partnern gehören unter anderem der Startup Verband, die Handelskammer Hamburg, Startup Port, Impossible Founders und IFB Innovationsstarter. „Die Rekordzahlen bei der Startup-Förderung zeigen: Hamburg ist ein Magnet für innovative Köpfe und Investoren“, sagt Dr. Heiko Milde, Geschäftsführer der IFB Innovationsstarter GmbH. Ziel sei es, die Kräfte des Hamburger Startup-Ökosystems weiter zu bündeln und den Standort als führendes Zentrum für Startups zu etablieren.


79,5 Millionen Euro für 330 Startups

Wie umfangreich die Förderung inzwischen ist, zeigen die Zahlen: Zwischen 2021 und 2025 wurden 330 Startups mit insgesamt 79,5 Millionen Euro unterstützt. Davon entfielen 30,9 Millionen Euro auf Zuschüsse und 48,6 Millionen Euro auf Venture Capital. Fast die Hälfte der Mittel stammt aus Bundes- und EU-Förderungen. Die neue Struktur soll nicht nur den Zugang zu diesen Angeboten erleichtern, sondern auch die nationale und internationale Sichtbarkeit Hamburgs erhöhen. Über die Plattform Startup City Hamburg werden dafür Informationen zu Veranstaltungen, Nachrichten aus der Szene sowie Akteuren, Initiativen und Förderprogrammen gebündelt.


Für Hamburg geht es damit um mehr als die Unterstützung einzelner Gründungen. Ein leistungsfähiges Startup-Ökosystem kann eine Schnittstelle zwischen Forschung, Kapital und etablierter Wirtschaft bilden – und damit dazu beitragen, dass aus Wissen Innovation und aus Innovation wirtschaftliche Wertschöpfung entsteht. Gerade an einem breit aufgestellten Wirtschaftsstandort wie Hamburg könnte diese Verbindung zu einem wichtigen Faktor für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit werden.

Quelle: IFB Hamburg

JM/NW

 

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