Weltspartag: Hamburger setzen auf Aktien und Sicherheit

Die Menschen in Hamburg blicken vergleichsweise optimistisch auf ihre Finanzen und investieren bundesweit am häufigsten in Wertpapiere. Dennoch bleibt Sicherheit beim Sparen das wichtigste Kriterium. Auch der Wunsch nach Wohneigentum ist ungebrochen – scheitert aber häufig am fehlenden Eigenkapital

Hamburg, 27. Oktober 2026. Sparen bleibt für die Menschen in Deutschland wichtig – trotz hoher Lebenshaltungskosten, wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Krisen. Wie sie ihre finanzielle Lage einschätzen, Geld zurücklegen und Vermögen aufbauen wollen, zeigt sich besonders deutlich in Hamburg. Zum Weltspartag am 30. Oktober belegen aktuelle Umfragen der Haspa und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV): Die Hamburger sind finanziell zuversichtlicher als die Menschen in anderen Bundesländern und beim Wertpapiersparen bundesweit führend. Doch zwischen dem Wunsch nach Rendite und dem Bedürfnis nach Sicherheit bleibt ein Spannungsfeld.


Hamburger blicken besonders zuversichtlich auf ihre Finanzen

Bundesweit bewerten 39 Prozent der Befragten ihre aktuelle finanzielle Lage als gut oder sehr gut. Damit bleibt die Einschätzung gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Weitere 36 Prozent sagen, es gehe ihnen finanziell weder besonders gut noch schlecht. Ein Viertel beurteilt die eigene Situation als eher schlecht. 


Im Bundesländervergleich liegen die Hamburger vorn: 48 Prozent bewerten ihre finanzielle Lage positiv, weitere 30 Prozent mit „es geht“. Nur 23 Prozent schätzen sie als eher schlecht ein. Berlin folgt mit 46 Prozent positiver Bewertungen, Nordrhein-Westfalen mit 44 Prozent.


Auch die Erwartungen für die kommenden Jahre sind in Hamburg vergleichsweise günstig. 42 Prozent rechnen mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation. Bundesweit erwarten 38 Prozent eine positive Entwicklung. Besonders zuversichtlich sind junge Menschen: Zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Lage bis 2028 verbessert. Bei den über 60-Jährigen sind es dagegen nur 13 Prozent. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa, verweist trotz geopolitischer Risiken, hoher Energiepreise und struktureller Herausforderungen auf positive Signale für die deutsche Wirtschaft. Dazu zählt er die verbesserten Wachstumsprognosen führender Wirtschaftsinstitute und die hohen Gründungszahlen.


Hamburger blicken besonders zuversichtlich auf ihre Finanzen


Bundesweit bewerten 39 Prozent der Befragten ihre aktuelle finanzielle Lage als gut oder sehr gut. Damit bleibt die Einschätzung gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Weitere 36 Prozent sagen, es gehe ihnen finanziell weder besonders gut noch schlecht. Ein Viertel beurteilt die eigene Situation als eher schlecht.


Im Bundesländervergleich liegen die Hamburger vorn: 48 Prozent bewerten ihre finanzielle Lage positiv, weitere 30 Prozent mit „es geht“. Nur 23 Prozent schätzen sie als eher schlecht ein. Berlin folgt mit 46 Prozent positiver Bewertungen, Nordrhein-Westfalen mit 44 Prozent.


Auch die Erwartungen für die kommenden Jahre sind in Hamburg vergleichsweise günstig. 42 Prozent rechnen mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation. Bundesweit erwarten 38 Prozent eine positive Entwicklung. Besonders zuversichtlich sind junge Menschen: Zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Lage bis 2028 verbessert. Bei den über 60-Jährigen sind es dagegen nur 13 Prozent. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa, verweist trotz geopolitischer Risiken, hoher Energiepreise und struktureller Herausforderungen auf positive Signale für die deutsche Wirtschaft. Dazu zählt er die verbesserten Wachstumsprognosen führender Wirtschaftsinstitute und die hohen Gründungszahlen.


Sparen bleibt wichtig – Sicherheit geht vor


Drei Viertel der Befragten halten regelmäßiges Sparen für wichtig oder sehr wichtig. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 83 Prozent. Die jüngere Generation geht dabei häufig systematisch vor: 48 Prozent verfolgen einen festen Spar- oder Anlageplan, über alle Altersgruppen hinweg sind es 35 Prozent.

Beim Vermögensaufbau dominiert allerdings das Sicherheitsbedürfnis. Für zwei Drittel der Befragten ist Sicherheit das wichtigste Anlagekriterium – noch vor einer guten Rendite und der schnellen Verfügbarkeit des Geldes.


Dass sich diese Prioritäten nicht zwangsläufig ausschließen müssen, zeigt der Blick auf die Wertpapieranlage. Aktien, ETFs und Investmentfonds bieten langfristig Chancen auf höhere Erträge als klassische Sparformen, sind aber auch mit Risiken verbunden. 24 Prozent der Befragten halten Wertpapiere für den Vermögensaufbau für gut geeignet. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.


Hamburg liegt beim Wertpapiersparen vorn


Die Bereitschaft, Geld am Kapitalmarkt anzulegen, ist in Hamburg besonders ausgeprägt. Nach den vorliegenden Umfrageergebnissen sparen hier 33 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer in Wertpapiere. Beide Werte sind bundesweit Spitze. Bei den Frauen folgen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit jeweils 25 Prozent, bei den Männern Baden-Württemberg mit 42 und Sachsen mit 41 Prozent.


Bundesweit ist die Zurückhaltung allerdings weiterhin groß: 79 Prozent der Frauen und 64 Prozent der Männer besitzen keine Aktienanlagen. Unter denjenigen, die bereits investiert sind, sieht mindestens jeder Zweite in Aktien, ETFs oder Investmentfonds bessere Ertragschancen als in klassischen Sparformen wie Sparbuch oder Tagesgeld.


Das Interesse am Kapitalmarkt spiegelt sich auch in den Zahlen der Haspa wider. Die Zahl der Wertpapiersparpläne stieg im vergangenen Jahr um knapp 13.000 auf rund 175.000. Der Wertpapierbestand erhöhte sich um fast 1,5 Milliarden Euro auf 22 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Höchststand.Die Haspa bietet Wertpapiersparpläne nach eigenen Angaben bereits ab 25 Euro im Monat an. Mit dem Angebot S-Neo können Kunden zudem mehr als 21.000 Wertpapiere, darunter ETFs, direkt über die Sparkassen-App handeln.


Der Traum vom Eigenheim bleibt


Neben dem Vermögensaufbau durch Geldanlagen bleibt Wohneigentum ein wichtiges Sparziel. Bundesweit wünschen sich 40 Prozent der 20- bis 50-Jährigen ein Leben in den eigenen vier Wänden. Das sind neun Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Auch in Hamburg ist der Wunsch ausgeprägt: Gut ein Drittel der Befragten plant, ein Haus zu bauen oder eine Bestandsimmobilie zu erwerben. In der Generation Z liegt der Anteil derjenigen, die sich Wohneigentum wünschen, sogar bei 75 Prozent.

Häufig scheitert die Umsetzung allerdings an den finanziellen Voraussetzungen. Nach Einschätzung der Haspa ist dabei weniger die Höhe der Bauzinsen als vielmehr das fehlende Eigenkapital das zentrale Hindernis. Zugleich ist die Mehrheit der Hamburger der Auffassung, dass Kaufen auf lange Sicht besser ist als Mieten.


Vogelsang sieht Wohneigentum als wichtigen Baustein der Altersvorsorge und fordert deshalb bessere Voraussetzungen für den Erwerb selbst genutzter Immobilien. Dazu zählt er einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber. Auch die Anfang 2026 in Kraft getretene neue Hamburgische Bauordnung könne dazu beitragen, das Bauen schneller, einfacher und günstiger zu machen.

Früh für die Zukunft sparen.


Früh für die Zukunft sparen

Ein weiteres Sparziel ist die finanzielle Vorsorge für Kinder: 75 Prozent der Hamburger Eltern legen Geld für ihren Nachwuchs zurück. Früh angespartes Kapital kann später helfen, eine Ausbildung oder ein Studium zu finanzieren, den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern oder den Grundstein für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge zu legen. Zugleich lernen Kinder, mit Geld umzugehen und finanzielle Entscheidungen bewusst zu treffen.


Zum Weltspartag setzt die Haspa deshalb auch auf frühe Sparanreize. Für Kinder bietet sie das Mäusekonto an. Wer bis Ende November erstmals ein solches Konto eröffnet, erhält nach Angaben der Bank aktuell vier Prozent Zinsen sowie eine Startgutschrift von 50 Euro und eine Überraschung.


Die Ergebnisse zum Weltspartag zeigen damit ein differenziertes Bild: Die Hamburger sind finanziell vergleichsweise zuversichtlich und nutzen Wertpapiere häufiger als Menschen in anderen Bundesländern. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach Sicherheit groß. Ob beim langfristigen Vermögensaufbau, bei der Vorsorge für Kinder oder beim Wunsch nach den eigenen vier Wänden – entscheidend ist für viele nicht allein die Rendite, sondern auch die Frage, wie sich finanzielle Ziele verlässlich erreichen lassen.

Quelle: Hamburger Sparkasse

JM/NW