Geschäftszahlen erstes Quartal 2026
Winter bremst HHLA zum Jahresauftakt
Hafenlogistiker steigert Umsatz trotz Rückgängen bei Umschlag und Transport – Vorstand setzt auf Modernisierung und Automatisierung
Hamburg, 13. Mai 2026.Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist mit wetterbedingten Belastungen und geopolitischen Unsicherheiten ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Ein starker Wintereinbruch beeinträchtigte im ersten Quartal sowohl den Betrieb an den Hamburger Containerterminals als auch den Bahnverkehr. Während der Konzernumsatz dennoch leicht zulegte, gingen Containerumschlag und Betriebsergebnis zurück.
Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Containerumschlag konzernweit um 5,3 Prozent auf 1,46 Millionen Standardcontainer (TEU). Das Transportvolumen im Segment Intermodal verringerte sich um 1,5 Prozent auf 489.000 TEU. Der Konzernumsatz stieg dagegen um 3,5 Prozent auf 450,9 Millionen Euro. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 30,5 Millionen Euro um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Besonders betroffen waren die Hamburger Containerterminals. Dort führten Schnee und Eis zeitweise zu Einschränkungen bei der Abfertigung. Im Schienenverkehr sorgten eingefrorene Weichen, Streckensperrungen und Verzögerungen für zusätzliche Belastungen. HHLA-Vorstandschef Jeroen Eijsink sprach von einem schwierigen Jahresauftakt: „Der Jahresstart 2026 war durch außergewöhnliche Witterungsbedingungen und hohe operative Anforderungen geprägt.“ Die Einschränkungen hätten die Abläufe „zeitweise erheblich beeinträchtigt“. Gleichzeitig halte die HHLA an ihrer Strategie fest, die Terminals weiter zu modernisieren und zu automatisieren. Ziel sei es, „die Effizienz und Leistungsfähigkeit der HHLA nachhaltig“ zu stärken.
Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stieg der Umsatz leicht auf 441,8 Millionen Euro, während das EBIT auf 27,2 Millionen Euro zurückging. Deutlich rückläufig entwickelte sich der Umschlag an den Hamburger Containerterminals mit minus 6,6 Prozent. Vor allem die Verkehre mit Nordamerika und Fernost, insbesondere China, schwächten sich ab. Positiv entwickelten sich dagegen internationale Standorte der HHLA: Die ausländischen Containerterminals steigerten ihren Umschlag um mehr als 20 Prozent.
Im Segment Intermodal konnte die HHLA die Auswirkungen des Mengenrückgangs teilweise durch höhere Preise und einen gestiegenen Bahnanteil kompensieren. Das EBIT lag hier mit 20,1 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau.
Stabil zeigte sich der Immobilienbereich der HHLA in der Hamburger Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal. Bei nahezu Vollvermietung blieben die Umsätze konstant, das Betriebsergebnis sank jedoch aufgrund höherer Instandhaltungs- und Abschreibungskosten.
Trotz des schwierigen Starts hält die HHLA an ihrem Ausblick für das Gesamtjahr 2026 fest. Neue Entwicklungen, die eine Anpassung der Prognose erforderlich machen würden, sieht das Unternehmen derzeit nicht.
Quelle: HHLA
JM/NW
