„Mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz möchten wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche gesund und gut geschützt aufwachsen. Die sechs Initiativen, die wir in diesem Jahr auszeichnen, setzen dort an, wo Kinder und Jugendliche Stärke brauchen: Sie lassen Kinder erleben, wie gesunde Lebensmittel wachsen, schaffen sichere Räume im Netz, bestärken Kinder darin, Nein zu sagen, klären Jugendliche über Alkohol in der Schwangerschaft auf, geben traumatisierten Kindern Halt und sind für junge Menschen in seelischen Krisen da“, erklärt
Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur. „Was diese Projekte verbindet, ist ein Kinderschutz, der früh beginnt und verlässlich bleibt. Dahinter stehen Menschen, die ihre Zeit und ihr Fachwissen einbringen, oft ehrenamtlich. Dieses Engagement verdient unsere Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit.“
Den mit 40.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält in diesem Jahr der
Berliner Acker e. V. Mit seinen Bildungsprogrammen GemüseAckerdemie und AckerRacker ermöglicht der Verein Kindern ab drei Jahren an Kitas und Schulen ein eigenes Beet. Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 20.000 Euro gehen an die
Hamburger Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e. V. (ÄGGF) für ihr Präventionsprojekt „Schwanger? Dein Kind trinkt mit!“, den
Berliner fragFINN e. V. für die Kindersuchmaschine fragFINN.de und seine Kinderredaktion FINNreporter sowie den
Deutschen Ju-Jutsu-Verband e. V. für sein Gewaltpräventionsprogramm „Nicht mit mir!“. Diese vier Preisträger hat eine renommierte Fachjury ausgewählt.
Über die beiden Mitarbeiterpreise haben die Mitarbeitenden der HanseMerkur entschieden. Jeweils 10.000 Euro gehen an
Ankerland e. V. aus Hamburg, der in seinem Trauma-Therapiezentrum schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche kostenfrei behandelt, und an
Soulbuddies e. V. aus Rheda-Wiedenbrück. Dessen ehrenamtliches Team begleitet junge Menschen in der oft monatelangen Wartezeit auf einen Therapieplatz.
Die feierliche Preisverleihung am Unternehmenssitz der HanseMerkur in Hamburg moderiert erneut
Yared Dibaba. Der Moderator, Musiker und Schauspieler begeistert seit vielen Jahren mit Charme, Witz und Bodenständigkeit ein breites Publikum. Zugleich setzt er sich auf vielfache Weise für Integration und soziale Projekte ein.
Schirmherrin 2026 ist die Verlegerin Julia Becker, Mitgesellschafterin und Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe. Sie engagiert sich seit Jahren für Bildung sowie für die Lese- und Medienkompetenz junger Menschen, unter anderem im Kuratorium der Brost-Stiftung, im Freundeskreis der Stiftung Lesen und im Kuratorium der Initiative #UseTheNews. „Starker Kinderschutz braucht mutige Menschen, die mit kreativen Lösungen und viel Engagement das Leben für die Jüngsten unserer Gesellschaft jeden Tag ein bisschen besser machen“, sagt Julia Becker. „Ich bin enorm beeindruckt von den Initiativen, die wir jetzt auszeichnen. Starker Kinderschutz braucht aber auch eine wache, unabhängige Öffentlichkeit – und genau die schaffen unabhängige Medien. Journalistinnen und Journalisten erzählen die Geschichten derer, die sich einsetzen. Sie bringen Licht ins Dunkel, klären über Missstände auf und geben Kindern eine Stimme, die sonst ungehört bliebe. Als Verlegerin ist es mir eine Ehre, diesen Preis als Schirmherrin zu begleiten.“
Der Hauptpreisträger 2026
Die diesjährigen Anerkennungspreisträger
Die diesjährigen Mitarbeiterpreisträger
Über den HanseMerkur Preis für Kinderschutz
Im UNO-Jahr des Kindes 1979 gab die HanseMerkur bei Prof. Dr. Hedwig Wallis, damals Direktorin der Psychosomatischen Abteilung an der Hamburger Universitäts-Kinderklinik, eine Studie in Auftrag. Diese wies nach, dass die begleitende Mutter zur Beschleunigung des Genesungsverlaufs und zur Vorbeugung gegen seelische Schäden bei stationären Aufenthalten von Kindern entscheidend ist. Diese Erkenntnis mündete ein Jahr später in den „Mutter-und-Kind-Tarif“, mit dem die HanseMerkur als erster privater Krankenversicherer das „Rooming-in“ absicherte. Parallel dazu wurde 1980 erstmals unter dem Motto „Sorge für Kinder ist Vorsorge für die Zukunft“ der HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden einzelne Personen, private Initiativen und Gruppen in Deutschland, die sich weitgehend ehrenamtlich und höchst engagiert sowie beispielhaft für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Dies kann im Bereich der psycho-sozialen, der medizinischen oder gesellschaftlichen Hilfe bzw. Vorbeugung geschehen. Eine zehnköpfige Jury aus renommierten Kinderschützern, der unter anderem Prof. Dr. Sabine Andresen (Der Kinderschutzbund), Georg Graf Waldersee (Deutsches Komitee für UNICEF) und Prof. Dr. Sabine Walper (Deutsche Liga für das Kind) angehören, sorgt für den Know-how-Transfer und die Qualitätskontrolle bei der alljährlichen Auswahl exzellenter Initiativen im Kinder- und Jugendschutz. Seit 1980 haben sich über 4.000 Projekte beworben. Ausgezeichnet wurden bislang 194 Projekte, die Preisgelder in Höhe von über 1,4 Millionen Euro erhalten haben.