Zukunftssorgen und Zuversicht: Was junge Menschen in Deutschland bewegt

Eine HanseMerkur-Umfrage zum Weltkindertag zeigt, worüber sich 16- bis 25-Jährige Sorgen machen – und warum viele dennoch optimistisch auf ihr eigenes Leben blicken.

Hamburg, 17. September 2026. Die Zukunft Deutschlands bereitet jungen Menschen ebenso Sorgen wie die eigenen Lebensumstände. Hohe Lebenshaltungskosten, politische Entwicklungen und die mentale Gesundheit gehören zu den Themen, die 16- bis 25-Jährige beschäftigen. Gleichzeitig blicken viele mit Zuversicht auf ihre persönliche Zukunft. Das zeigt eine bundesweite, repräsentative Umfrage im Auftrag der HanseMerkur anlässlich des Weltkindertags.

Zwischen gesellschaftlichen Sorgen und persönlichen Zukunftsfragen


An erster Stelle der genannten Sorgen stehen die Zukunft Deutschlands und die hohen Lebenshaltungskosten. Jeweils 42 Prozent der Befragten nennen diese Themen. Es folgen politische und gesellschaftliche Entwicklungen, hohe Wohnkosten sowie Kriege und internationale Konflikte mit jeweils 38 Prozent. Die Sorgen richten sich damit vor allem auf die Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.


Dabei unterscheiden sich die Perspektiven der Altersgruppen. Für die 16- bis 21-Jährigen ist die Zukunft Deutschlands mit 41 Prozent die am häufigsten genannte Sorge. Bei den 22- bis 25-Jährigen stehen dagegen die hohen Lebenshaltungskosten im Vordergrund: 47 Prozent nennen sie als Belastung. Auch persönliche Herausforderungen prägen den Alltag. 34 Prozent der Befragten erleben ihre mentale Gesundheit als Stressfaktor. Finanzielle Belastungen beziehungsweise Geldsorgen und Unsicherheit mit Blick auf die eigene Zukunft nennen jeweils 31 Prozent. Hohe Erwartungen an sich selbst und Leistungsdruck beschäftigen 30 Prozent.


Die Themen unterscheiden sich auch nach Alter. Während Schule und Ausbildung insbesondere die jüngeren Befragten belasten, rückt bei den 22- bis 25-Jährigen die mentale Gesundheit häufiger in den Vordergrund. Zudem zeigt sich bei diesem Thema ein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern: 26 Prozent der jungen Männer nennen ihre mentale Gesundheit als Stressfaktor, bei den jungen Frauen sind es 41 Prozent.


Zuversicht trotz vielfältiger Belastungen


Trotz der zahlreichen Sorgen fällt der Blick vieler junger Menschen auf das eigene Leben positiv aus. 68 Prozent geben an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein, 47 Prozent blicken zuversichtlich auf ihre persönliche Zukunft. Fast 60 Prozent erwarten, dass sich ihr Leben in den kommenden Jahren positiv entwickeln wird.


Welche Faktoren helfen ihnen, stark und positiv in die Zukunft zu blicken? Am häufigsten nennen die Befragten finanzielle Vorsorge (35 Prozent). Es folgen körperliche Gesundheit (31 Prozent), Resilienz (28 Prozent), Weiterbildung (28 Prozent) und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (28 Prozent). Für Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur, zeigen die Ergebnisse, dass junge Menschen gesellschaftliche und internationale Entwicklungen aufmerksam verfolgen und zugleich an ihre eigenen Chancen glauben. „Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen die Entwicklungen in Deutschland und der Welt sehr bewusst wahrnehmen. Gleichzeitig glauben viele an ihre eigene Zukunft und ihre persönlichen Chancen“, sagt Sautter. Dass fast 60 Prozent zuversichtlich auf ihre eigene Entwicklung blickten, zeige ihre Resilienz. Es sei eine gemeinsame Aufgabe von Unternehmen und Gesellschaft, diese Zuversicht zu erhalten und zu stärken.


Wunsch nach mehr Mitsprache


Ein weiterer Befund der Umfrage betrifft die gesellschaftliche Beteiligung junger Menschen. Mehr als 60 Prozent stimmen der Aussage zu, dass junge Menschen bei wichtigen Zukunftsfragen zu wenig gehört werden.  Damit verweist die Untersuchung auf ein Anliegen, das auch im Mittelpunkt des Weltkindertags steht: den Wunsch nach Mitsprache und einer stärkeren Berücksichtigung der Perspektiven junger Menschen in gesellschaftlichen Debatten.


HanseMerkur engagiert sich seit 1980 für den Kinderschutz


Die Umfrage steht im Zusammenhang mit dem langjährigen Engagement der HanseMerkur für Kinder und Jugendliche. Seit 1980 vergibt das Unternehmen jährlich den HanseMerkur Preis für Kinderschutz. Ausgezeichnet werden Personen und Organisationen, die sich in besonderem Maße für junge Menschen und ihre Zukunftschancen einsetzen. Der Preis ist in diesem Jahr mit 120.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 6. Oktober statt.

 


Quelle und Methodik:

Die Umfrage wurde bundesweit von Appinio im Auftrag der HanseMerkur durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Erhebung fand vom 26. August bis 3. September 2026 statt. Die Stichprobe ist nationalrepräsentativ für Alter und Geschlecht.

 


Die Preisträger des HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2025